Karikaturen

Abiturient (18) siegt bei Wettbewerb von "Charlie Hebdo"

Sieger bei Wettbewerb von "Charlie Hebdo": Der Illustrator und Satirezeichner Tyll Peters aus Rellingen

Sieger bei Wettbewerb von "Charlie Hebdo": Der Illustrator und Satirezeichner Tyll Peters aus Rellingen

Foto: Privat

Tyll Peters karikierte das "Leben ohne Handy". "Charlie Hebdo" lobte den Stil des Rellingers. Er hatte bereits Asterix gezeichnet.

Paris/Rellingen/Hamburg. Ein Abiturient aus Rellingen hat einen renommierten Preis der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ gewonnen. Wie Tyll Peters (18) dem Abendblatt bestätigte, werde er den „Prix Charlie“ im September in Paris entgegennehmen. Peters‘ Zeichnung von Höhlenmenschen wurde gemeinsam mit dem Werk des Franzosen Céèf (24) ausgezeichnet – Thema war das „Leben ohne Handy“.

Peters sagte, es sei eine große Ehre für ihn als Nicht-Franzosen, bei „Charlie Hebdo“ zu den Gewinnern zu gehören. Aber: Schon als Zwölfjähriger sei er in Paris in einem Wettbewerb ausgezeichnet worden, als es darum ging, "Asterix bei den Pikten" zu illustrieren.

Charlie Hebdo": Die Preisträger sind clevere Köpfe

Illustrator Peters sagte, er sei von den Zeichnern bei „Charlie Hebdo“ beeinflusst worden. Er habe zwischenzeitlich eine Online-Zeitschrift erfunden und gezeichnet, die "Der heitere Choleriker" hieß.

Am 7. Januar 2015 wurden zwölf Menschen bei einem islamistischen Attentat auf die Redaktion von "Charlie Hebdo" getötet, darunter mehrere Zeichner. Die Redaktion erklärte jetzt über die beiden Sieger: Sie hätten nicht nur einen „schönen Strich“ sondern seien auch „clevere Köpfe“.

Tyll Peters bei Twitter

Die französische Satirezeitung vergibt den Nachwuchspreis zum ersten Mal. Bei ihr gingen nach Angaben von Peters 258 Bilder von Zeichnern ein, nach Auskunft der Redaktion waren sie im Alter von 18 bis 25 Jahren.

( ryb/HA )

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