Kreis Pinneberg

SPD will 1,5 Millionen für neues Kita-Personal

Kinder eines Kindergartens stehen nebeneinander und halten sich an den Händen (Symbolbild).

Kinder eines Kindergartens stehen nebeneinander und halten sich an den Händen (Symbolbild).

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Kreistagsfraktion will in Sitzung einen entsprechenden Antrag stellen. Vom Geld sollen Auszubildende profitieren.

Kreis Pinneberg.  Der Kreis Pinneberg müsse dringend selbst etwas gegen den Fachkräftemangel in den 150 Kindergärten machen, fordert die SPD-Fraktion. Deshalb wird sie auf der nächsten Sitzung des Kreistages am Mittwoch, 12. Februar, den Antrag stellen, 1,5 Millionen Euro bereitzustellen, um die Ausbildung von 28 Erzieherinnen an der Kreisberufsschule in Pinneberg abzusichern. Damit soll vor allem die monatliche Vergütung für die Auszubildenden finanziert werden, die bei jeweils rund 1000 Euro liegen soll.

„Wir müssen unseren Beitrag dazu leisten, den akuten Fachkräftemangel in den sozialpädagogischen Berufen abzubauen“, begründet Fraktionschef Hannes Birke diese Initiative.

Rossmann: „Wir müssen ein Signal an die Kindertagesstätten senden.“

Zudem bräuchten die Kindertagesstätten im Kreis Pinneberg Planungssicherheit, dass die notwendigen Personalkosten für die praxisnahe Erzieherinnenausbildung auch übernommen werden, ergänzt Helga Kell-Rossmann (SPD), Vorsitzende der Jugendhilfeausschusses des Kreistages. „Wir müssen ein Signal an die Kindertagesstätten senden.“

Die Ausbildung soll im August starten und über die nächsten drei Jahre finanziert werden. Somit soll die Fördersumme bis 2023 reichen. Ein Teil soll aber bereits in diesem Jahr in den Nachtragshaushalt eingestellt werden. Das wäre eine Summe von 184.000 Euro.

Sollen sich Standortkommunen an Kosten beteiligen?

Die Zeit drängt, da die Bewerbung für diese Ausbildung bereits begonnen habe, erläutert Birke. Zugleich solle mit den Standortkommunen darüber verhandelt werden, sich an diesen Kosten zu beteiligen. Dazu gebe es nach Auskunft der Kreisverwaltung bereits positive Rückmeldungen. „Dann hätte unser Antrag schon etwas bewirkt.“ Möglicherweise wollten die Städte und Gemeinden die aktuelle Diskussion um die Senkung der Kreisumlage nicht gefährden.

Die Sitzung des Kreistages beginnt am 12. Februar um 18 Uhr im Ratssaal des Pinneberger Rathauses.

( bf )

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