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Kreis Pinneberg

Tornesch: Stiefvater soll 36-Jährige getötet haben

Der Tatort liegt hinter den Mauern dieses Hauses in Tornesch – dem Wohnsitz des tatverdächtigen Stiefvaters des Opfers.

Der Tatort liegt hinter den Mauern dieses Hauses in Tornesch – dem Wohnsitz des tatverdächtigen Stiefvaters des Opfers.

Foto: Henrik Wendel

Obduktionsergebnis nach dem Tod einer Frau in Tornesch liegt vor. Motiv noch unklar. Lebensgefährte der Toten weiterhin in Haft.

Tornesch. Nach dem gewaltsamen Tod einer 36 Jahre alten Mutter in Tornesch liegt den Ermittlern der Itzehoer Mordkommission nun das Obduktionsergebnis vor. Demnach ist die Frau, die einen elf Jahre alten Sohn hinterlässt, an „massiver Gewalteinwirkung“ gestorben. Die Polizei habe „einige Beweismittel“ sicherstellen können, sagte Merle Neufeld, Sprecherin der Mordkommission. Nähere Angaben zur Todesursache machte sie aber nicht. Etwa, ob ein Messer oder stumpfe Gegenstände für die Tat benutzt worden sind. Nur Gift oder Schusswaffengebrauch können ausgeschlossen werden, so die Sprecherin.

Nachdem der Tatverdächtige, ein 55 Jahre alter Disponent einer Fluggesellschaft, bereits am Mittwoch festgenommen worden war, sei nun auch das Verhältnis zwischen Opfer und mutmaßlichem Täter geklärt. Nach Polizeiangaben handelt es sich bei dem Opfer um die Stieftochter des Festgenommenen. Dessen Wohnsitz war auch der Tatort: ein älteres Haus mit rotem Spitzdach am Neuendeicher Weg.

36-Jährige soll bei ihrem Stiefvater eingezogen sein

Wie die „Bild“-Zeitung in Erfahrung gebracht haben will, war die 36-Jährige erst vor einer Woche nach einem Streit mit ihrem Ehemann bei ihrem Stiefvater eingezogen. Ihr Sohn sei beim Vater geblieben. Der Großvater des Opfers habe nach der Tat noch vor dem Haus erzählt, dass sein Schwiegersohn eigentlich ein „ganz Ruhiger“ sei, der keiner Fliege etwas tun könne. Die Mutter der Getöteten, die Ehefrau des Tatverdächtigen, sei vor vier Jahren gestorben.

Bis zum späten Donnerstagnachmittag habe der 55 Jahre alte Tatverdächtige noch keine Angaben zur Tat gemacht, sagte die Polizeisprecherin. Demnach seien die Hintergründe zum Motiv der Tat weiterhin unklar. Angeblich soll die Frau Alkoholprobleme gehabt haben. Ein Richter hatte am Mittwoch umgehend nach der Tat einen Haftbefehl gegen den Stiefvater wegen Mordes aus Heimtücke erlassen. Der Tatverdächtige sei grundsätzlich vernehmungsfähig.