Pinneberg
Zeugen gesucht

Schon wieder A23: Anschlag auf Autofahrerin

Feuerwehrleute sichern eine Unfallstelle, nachdem Steine auf die Autobahn geworfen wurden (Symbolbild).

Feuerwehrleute sichern eine Unfallstelle, nachdem Steine auf die Autobahn geworfen wurden (Symbolbild).

Foto: Dennis Straub / dpa

Bei Halstenbek-Krupunder traf ein Stein die Frontscheibe des Autos einer Pinnebergerin. Sie hatte gerade eine Brücke passiert.

Halstenbek. Zwei Monate war Pause, jetzt hat der Brückenteufel von der A23 offenbar wieder zugeschlagen. Am Mittwochnachmittag ist in Höhe der Abfahrt Halstenbek-Krupunder der Nissan Micra einer 54 Jahre alten Autofahrerin aus Pinneberg beschädigt worden. Die Frau war gegen 15.20 Uhr auf der Autobahn in Richtung Heide unterwegs, als plötzlich ein Gegenstand die Frontscheibe auf Höhe des Beifahrersitzes traf. Unmittelbar zuvor hatte die Nissan-Fahrerin die Brücke an der Anschlussstelle Halstenbek-Krupunder passiert.

Der 54-jährigen behielt die Kontrolle über den Kleinwagen und blieb unverletzt. Sie meldete den Vorfall unmittelbar danach der Polizei. Die Untersuchung des Fahrzeugs ergab, dass offenbar ein von der Brücke geworfener, faustgroßer Stein die Frontscheibe getroffen hat. Sie ist stark beschädigt und muss ausgetauscht werden. Die Polizei gibt die Schadenshöhe mit 500 Euro an.

Zeugen könnten den Steinwerfer beobachtet haben

Die Beamten gehen davon aus, dass auf der Brücke an der Kellerstraße, die Halstenbek und Rellingen verbindet, zum Tatzeitpunkt ein starkes Verkehrsaufkommen herrschte. Daher ist es wahrscheinlich, dass Zeugen den Steinewerfer beobachtet haben. Der Vorfall wird als versuchter Mord eingestuft. Wer verdächtige Personen gesehen hat, die sich zwichen 15 und 15.30 Uhr am Mittwoch auf der Brücke aufgehalten haben, kontaktiert unter 04101/20 20 die Kripo.

Dieselbe Brücke war auch am 7. Juni Tatort. Damals wurde gegen 10.30 Uhr der Kleinlaster eines 29 Jahre alten Mannes aus Hamburg von einem Stein getroffen. Die Windschutzscheibe des Fahrzeugs splitterte, der Fahrer behielt jedoch die Kontrolle über das Gespann und blieb unverletzt.

Seit Januar haben sich nun sechs derartige Taten zwischen Eidelstedt und Pinneberg ereignet. Die Anschlagsserie begann am 19. Januar an der Brücke Hörgensweg in Eidelstedt. Betroffen war ein Pinneberger (26). Am 3. Februar wurde der VW Bus eines 45-jährigen Elmshorners auf Höhe der Abfahrt Halstenbek-Krupunder von einem faustgroßen Stein im Bereich der Windschutzscheibe getroffen. Tatort: die Fußgängerbrücke Kranichstraße/Schwanenstraße.

Am 24. Februar war eine 53 Jahre alte Frau aus Rellingen betroffen, die mit ihrem Skoda die A 23 in Richtung Hamburg befuhr. Sie wurde von der Fußgängerbrücke, die die Bäckerstraße mit der Hallstraße verbindet, aus attackiert. Am 8. Mai schlug der Täter von einer Fußgängerbrücke aus zu, die sich auf Höhe der Abfahrt Pinneberg-Mitte befindet. In allen Fällen blieben die Autofahrer unverletzt. kol