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Kreis Pinneberg

Zwölf Millionen Euro für den Wedeler Stadthafen

Im Wedeler Hafen tun sich immer noch Baustellen auf. Jetzt gibt es Fördermittel von Bund und Land.

Im Wedeler Hafen tun sich immer noch Baustellen auf. Jetzt gibt es Fördermittel von Bund und Land.

Foto: Katy Krause / krk

Innenministerium gibt zum Umbau der Ostpromenade Fördermittel frei. Gesamtkosten für Sanierung fast 35 Millionen Euro.

Wedel . Knapp ein Jahr hat es gedauert, aber nun ist die frohe Botschaft im Wedeler Rathaus eingetroffen: Das Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein hat den von Wedel am 5. Juli 2018 gestellten Förderantrag positiv beschieden. Als „Meilenstein für die geplante Neugestaltung der Ostpromenade am Schulauer Hafen“, bezeichnet die Stadt Wedel in einer Pressemitteilung von Mittwoch die nun bewilligten zwölf Millionen Euro, die aus Städtebaufördermitteln kommen.

Insgesamt wird die Sanierung der Ostpromenade vom Innenministerium mit Kosten in Höhe von 14,6 Millionen Euro beziffert. Die Differenz kommt durch Maßnahmen in Höhe von 2,7 Millionen Euro zustande – darunter die Kosten für die Grundsanierung der bestehenden Hochwasserschutzwand und der Einbau von Glaselementen – die nicht anerkannt wurden. Diese Kosten musst die Stadt Wedel allein stemmen.

Bund, Land und Stadt geben Geld

Die Kosten für die anerkannten Sanierungsarbeiten in Höhe von zwölf Millionen Euro teilen sich Bund, Land und Stadt zu jeweils einem Drittel. Die Ostmole des Hafens soll barrierefrei umgestaltet und durch eine Grünbepflanzung, eine große Freitreppe, großzügige Sitzmöglichkeiten und Zugänge zur Promenade, die das Wasser erlebbar machen, attraktiver werden.

„Das ist ein großer Gewinn für die ganze Region und ein zusätzlicher Anziehungspunkt an der Elbe für die Wedeler und viele Touristen“, erklärt Innenminister Hans-Joachim Grote in einer Stellungnahme. Wedels Bürgermeister Niels Schmidt sagt: „Das ist der Startschuss, der die letzte große Etappe bei der Sanierung des Schulauer Hafens markiert.“

Bevor gestartet werden kann, muss aber erst einmal die EU-weite Ausschreibung für ein nötiges Sanierungskonzept der Hafenspundwände abgewartet werden. Wie berichtet, hatte eine Prüfung kürzlich ergeben, dass sie stark sanierungsbedürftig sind und die Statik gefährdet ist. Die Wände können den Umbauplan so nicht tragen. Die Spundwandsanierung ist nicht Teil der jetzt bewilligten Förderung und muss von der Stadt getragen werden. Die Kosten dafür sind unklar. Die Stadt beziffert die Sanierungskosten für das Hafenbecken samt Ponton Willkomm Höft auf 34,9 Millionen Euro, 15,2 Millionen Euro trägt davon Wedel.