Pinneberg

Ständig Stau: 33 Minuten für einen Kilometer Strecke

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Die Autos stauen sich auf dem Damm bis zur Autobahn zurück. Hier die Kreuzung zur Waldstraße

Die Autos stauen sich auf dem Damm bis zur Autobahn zurück. Hier die Kreuzung zur Waldstraße

Foto: Katja Engler

Sicherlich ein Ausnahmefall, aber seit eine Behelfsampel in Betrieb ist, gibt es auf Pinnebergs Damm von morgens bis abends Stau.

Pinneberg.  Derzeit stauen sich die Autos zurück von der Straße Damm bis zur Autobahn-Abfahrt Pinneberg-Mitte. Morgens. Mittags. Und auch abends. Das ist ganz neu und liegt daran, dass in Pinneberg an der Kreuzung Damm/Hindenburgdamm/Waldstraße am Montag eine Baustellenampel aufgestellt worden ist. Sie ersetzt vorübergehend die dauerhaft an dieser Stelle installierte Anlage. Aber: An der Einmündung Waldstraße gibt es eigentlich gar keine Ampel. Und das Ergebnis ist: Stau. Ein Leser berichtete dem Abendblatt, er habe mehr als eine halbe Stunde für die Fahrt von der Autobahnanschlussstelle bis in die City gebraucht. 33 Minuten für einen Kilometer Wegstrecke. Die Redaktion hat das nachgeprüft und kam zum gleichen Ergebnis.

Grund für das neue, vorübergehende Ärgernis ist eine Kanalsanierung an der Straße Fahltskamp, die Mitte Juni beendet sein soll. „Der Verkehr wird wegen der Baustelle der Stadtwerke am Fahltskamp derzeit entgegen der eigentlichen Einbahnrichtung der Waldstraße geleitet“, sagt Stadtsprecherin Maren Uschkurat. Voll gesperrt ist dagegen der Fahltskamp in Höhe des Jägerkamps. Die Asphaltdecke wurde dort bereits abgetragen, alles ist mit Gittern und Schildern abgesperrt, nur Fußgänger können noch vorbei.

„Die Ampel ist seit Montag in Betrieb“, sagt Patrick Kühn, Planungsleiter der Stadtwerke Pinneberg. „Wir waren da schon dran, als wir gemerkt hatten, dass sich der Verkehr so massiv staut.“ Davon merken die gestressten Autofahrer, die zu Berufsverkehrszeiten den Damm entlang in die Pinneberger Innenstadt fahren, allerdings noch nicht viel.

Die mit der Ampelaufstellung beauftragte Firma solle noch weiter nachjustieren, damit der Verkehr auf der Hauptverkehrsstraße wieder besser fließe, „wir müssen da noch nachsteuern“, sagt Patrick Kühn. Die Schaltung der Baustellen-Lichtsignalanlage sei eigentlich so getaktet wie vorher auch. Gebe es ewig Stau, müssten die Ampelphasen eben noch mal verkürzt werden.

Um den Fahrzeugen auf dem Damm mehr Zeit zum Weiterfahren zu geben, müsse man nur wissen, was genau einzustellen sei. Sobald klar sei, was zu tun sei, könne die Ampel dann vor Ort umprogrammiert werden, lange Wartezeiten entfielen dann also. „Aber das, was wir nachsteuern können, ist begrenzt. Die Mindestanforderungen, zum Beispiel Abbiegezeiten oder die Zeiten, die Fußgänger brauchen, um eine Straße zu überqueren, müssen nämlich eingehalten werden.“ Im Übrigen lege die Verkehrsbehörde fest, wo welche Ampel aufgestellt werden müsse und welche Straßen zu Einbahnstraßen umgewidmet würden.

Der nächste Bauabschnitt der Kanalarbeiten wird eine zweite Vollsperrung zwischen Jägerkamp 36 und Weidestraße zur Folge haben. Der Stau wird dadurch mit Sicherheit nicht kürzer. Wer den Damm in dieser Zeit umgehen will, kann allerdings auch die Ausfahrt Pinneberg-Süd nehmen und über Thesdorf in die City fahren.

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