Pinneberg
Künftige Verkehrsführung

Streit um Tempo 30 für das Baumviertel in Quickborn

Am Donnerstag, 14. März, berät der Ausschuss über die künftige Verkehrsführung im Quickborner Baumviertel.

Am Donnerstag, 14. März, berät der Ausschuss über die künftige Verkehrsführung im Quickborner Baumviertel.

Foto: Bernd Wüstneck / dpa

Es herrscht ein Machtkampf zwischen Verwaltung und Politik. Viele Anwohner beschweren sich über Raser. CDU beharrt auf ein Tempolimit.

Quickborn.  Bei der künftigen Verkehrsführung im sogenannten Quickborner Baumviertel zeichnet sich ein Machtkampf zwischen Verwaltung und Politik ab. Während die Verwaltung keinen Anlass sieht, eine reguläre Tempo-30-Zone in den Straßenzügen Birkenallee sowie den angrenzenden Ulmen-, Eichen- und Birkenweg einzurichten, will die CDU-Fraktion unbedingt daran festhalten.

Dies sei das letzte Wohngebiet in Quickborn, das nach dem Dichterviertel oder der Kampmoorstraße nicht verkehrsberuhigt worden sei, erläutert CDU-Vorsitzender Bernd Weiher diese Haltung. Zumal sich viele Anwohner über Raser beschwerten. „Dort leben viele Familien mit Kindern, für die das ein Schulweg ist, den sie oft schon ab der ersten Klasse mit dem Fahrrad zurücklegen und den wir deshalb sicher machen müssen“, erklärt Weiher.

Hinzu komme, dass in diesem Neubauviertel, in dem gerade 92 neue Wohnungen gebaut würden, eigens ein neuer Kindergarten mit 50 Plätzen geschaffen werde, was eine besondere Sicherheitspflicht von der Kommune verlange.

CDU beharrt auf Tempolimit und hat SPD auf ihrer Seite

Die CDU reagiert damit auf eine negative Stellungnahme der Quickborner Verwaltung, über den der Ratsausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt an diesem Donnerstag, 14. März, beraten wird. Demnach sei zwar eine Tempo-30-Zone in diesem Bereich möglich, heißt es in der von Bürgermeister Thomas Köppl unterzeichneten Beschlussvorlage. Er würde der Politik aber davon abraten, „weil das Vorhaben keinen relevanten Nutzen hätte und die Kosten mithin schwerlich zu rechtfertigen“ seien, die sich auf rund 4000 Euro für die Anschaffung der Schilder sowie den Personalaufwand und laufende Unterhaltungskosten beliefen.

Diese Argumentation halte die CDU nicht für stichhaltig, meint Weiher. Jeder durch ein Tempolimit verhinderte Unfall rechtfertige diese Ausgaben. „Darum bleiben wir bei unserer Entscheidung und werden am 14. März im Ausschuss dafür stimmen, eine Tempo-30-Zone einzurichten und zwar für sämtliche Straßen in dem Bezirk“, so Bernd Weiher.

Die SPD haben die Christdemokraten dabei an ihrer Seite. „Wir sind flächendeckend für Tempo-30-Zone, überall dort, wo dies möglich und sinnvoll ist“, sagt Fraktionschefin Astrid Huemke. Im Baumviertel solle dies auf jeden Fall eingerichtet werden. Der Ausschuss berät am Donnerstag, 14. März, von 18.30 Uhr an in den Räumen der Mensa der Comenius-Schule, Am Freibad 3 bis 11 und ist öffentlich.