Pinneberg
Kreis Pinneberg

Der Jugendring soll transparenter werden

Die Jugendbildungsstätte in Barmstedt

Die Jugendbildungsstätte in Barmstedt

Foto: Kreis Pinneberg / HA

Die Ampel-Koalition im Pinneberg Kreistag sieht den Kreisjugendring in der Pflicht. Die Opposition aus CDU und Piraten wundert sich.

Kreis Pinneberg.  Die Ampel-Koalition im Kreistag fordert mehr Transparenz vom Kreisjugendring (KJR). Offenbar ist das der Hintergrund, warum der Fördervertrag zwischen Kreis und KJR 2017 gekündigt, ausgeschrieben und nur um ein Jahr verlängert wurde und jetzt neu ausgehandelt werden soll (wir berichteten). Während Abgeordnete von CDU und Piraten den Streit nicht verstehen, bekräftigen Vertreter von SPD und Grünen ihre Kritik.

CDU-Fraktionschefin Heike Beukelmann wundert sich: „Ich stehe dem verständnislos gegenüber.“ Sie könne sich keinen anderen Träger vorstellen, der diese Arbeit macht. „Die CDU steht voll hinter dem Kreisjugendring.“

Das scheint bei der SPD nur in Abstrichen der Fall zu sein. SPD-Abgeordnete Helga Kell-Rossmann sagt, sie habe die „einseitige Darstellung“ des KJR-Vorsitzenden Mats Hansen auf dem Neujahrsempfang am Sonntag „erschrocken“, so die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. „Wir wollen den KJR weiter unterstützen. Er leistet wertvolle Arbeit. Aber er muss lernen, seine Aufgaben und die Finanzierung transparent darzustellen.“ Das werde Grundlage des neuen Vertrages sein, der nun zügig ausgearbeitet werden solle.

Unterstützt wird diese Aussage von Grünen-Fraktionschef Thomas Giese, der beim Neujahrsempfang auch dabei war. Er sagt: „Der KJR ist ständig der Auffassung, dass er benachteiligt wird, eine gesetzliche Aufgabe erfüllt und chronisch unterfinanziert ist. Das sehe ich aber anders.“ Der KJR erfülle zwar zum Teil gesetzliche Aufgaben. Aber er müsse sich wie alle anderen Vereine, die Geld vom Kreis bekommen, einer Überprüfung stellen, welche Aufgabe er genau für wie viel Geld übernehmen soll.

Die Kreisverwaltung soll nun prüfen, welche Aufgaben tatsächlich gesetzlich erforderlich sind und welche möglicherweise anderen Trägern übertragen werden könnten. Mitte Februar soll dann mit dem KJR verhandelt werden. Für Sven Lange, Fraktionschef Die Linke/Piraten ist klar: „Die Ampel-Koalition lässt den KJR in der Luft hängen. Das Tischtuch ist angerissen.“