Pinneberg

Feuer auf dem Hof von Reiterin Janne Meyer

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Dirk Steinbach
Einsatzkräfte der Feuerwehr kontrollieren die Brandstelle auf dem Hof von Springreiterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann

Einsatzkräfte der Feuerwehr kontrollieren die Brandstelle auf dem Hof von Springreiterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann

Foto: privat / HA

Freiwillige Helfer und Feuerwehrleute verhindern Schlimmeres. Die bekannte Springreiterin sagt: „Wir hatten Glück im Unglück“.

Pinneberg.  Es ist der Albtraum eines jeden Pferdebesitzers: ein Feuer im Stall. Daher führten die Ereignisse vom Montagmorgen auf ihrem Hof in Pinneberg-Waldenau bei Springreiterin Janne Friederike Meyer-Zimmermann auch erst einmal zu einem „Riesenschreck“, wie sie später im Gespräch mit dem Hamburger Abendblatt erzählt. Die 36-Jährige war auf dem Rückweg von einem Turnier in Kärnten, als sie die Nachricht vom Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Gelände an der Schenefelder Landstraße ereilte.

Dass es nur bei einem Schreck geblieben ist, hat die erfolgreiche Pferdesportlerin einem aufmerksamen Nachbarn, tatkräftigen Helfern und dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr zu verdanken. Diese stoppten mit vereinten Kräften den Brand an einer Fassade, bevor er sich weiter ausbreiten konnte. Menschen oder Tiere wurden nicht verletzt, der Pferdestall blieb letztlich von dem Feuer verschont.

Helfer versuchten, Brand mit Gartenschlauch einzudämmen

„Nur aufgrund der guten Vorarbeiten und unserer schnellen Truppen haben wir das gehalten. Fünf Minuten später, und wir hätten einen Vollbrand des betroffenen Gebäudes gehabt“, sagt Pinnebergs Wehrführer Claus Köster. Seinen Angaben zufolge hatte Meyer-Zimmermanns Nachbar ein lautes Knacken vernommen und so den Brand bemerkt. Er habe umgehend einen Notruf getätigt und anschließend mit zwei weiteren Helfern erste Löscharbeiten vorgenommen – mit einem Gartenschlauch. Außerdem habe er sogar schon Teile der Fassade abgebrochen. „Klasse Arbeit“, nennt das Wehrführer Köster, der als erster Feuerwehrmann an der Einsatzstelle eintraf.

Im Minutentakt seien anschließend die Löschfahrzeuge auf den Hof gerollt. Wegen der hohen Anzahl an benötigten Atemschutzgeräteträgern wurde um 6.07 Uhr, eine halbe Stunde nach dem Notruf, Vollalarm für alle Pinneberger Kräfte ausgelöst. Zehn Fahrzeuge mit 44 ehrenamtlichen Helfern waren letztlich vor Ort. Der Brand hatte sich laut Feuerwehr in der betroffenen Außenfassade auf einer Fläche von 30 Quadratmetern ausgebreitet und war auch teilweise ins Dach gelaufen. Die benachbarte Reithalle war verqualmt.

Die Brandursache ist noch unbekannt

Die Feuerwehr setzte von innen und außen mehrere Strahlrohre zur Brandbekämpfung ein. Eine Drehleiter wurde vorsichtshalber auf dem Hof in Stellung gebracht, doch gut eine Stunde nach der Alarmierung konnte Köster dann „Feuer aus“ vermelden. „Das war ein Einsatz, bei dem man wirklich sagen muss: Das hat richtig gut funktioniert“, sagt der Wehrführer und meint damit insbesondere auch das couragierte Eingreifen der Ersthelfer.

Denen ist auch Meyer-Zimmermann besonders dankbar. „So hatten wir Glück im Unglück“, sagt die Reiterin. Die Pferde auf dem Hof hätten das Geschehen dem Anschein nach gut überstanden. „Die waren alle ganz ruhig“, so Meyer-Zimmermann. Warum es zu dem Brand kam, müssen nun die Ermittlungen der Kripo ergeben. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelte es sich um einen technischen Defekt. Zur Schadenshöhe konnten am Montag noch keine Angaben gemacht werden.

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