Pinneberg
Wedel

Helferteam in schweren Stunden

Dörthe Bräuner (r.) ist neue Ansprechpartnerin für die Trauerbegleiter in Wedel wie Barbara Brade (v.l.), Jutta Thomas und Erika Schüler

Dörthe Bräuner (r.) ist neue Ansprechpartnerin für die Trauerbegleiter in Wedel wie Barbara Brade (v.l.), Jutta Thomas und Erika Schüler

Foto: Katy Krause / HA

Neuer ambulanter Hospizdienst für Wedel. Dörthe Bräuner wird hauptamtliche Koordinatorin. Die Diakonie finanziert die Stelle.

Wedel.  Sie ist Ansprechpartner für Menschen in Not. Sie koordiniert die ehrenamtlichen Trauerbegleiter in der Stadt, bietet Gesprächsrunden und Fortbildungen an und kümmert sich um den Schreibkram. All das und noch viel mehr gehört zum neuen Aufgabenbereich von Dörthe Bräuner. Seit Ende vergangenen Jahres hat sie den Job übernommen, den zuvor jahrelang die Wedelerin Kirsten Wilke ehrenamtlich erfüllte. Doch nach zehn Jahren wollte Wilke etwas kürzer treten. Sie war es auch, die nach einem Träger suchte, der die Arbeit auf professionelle Beine stellen konnte und wollte.

Mit der Diakonie fand sie diesen Träger. Die Einrichtung finanziert nun die 15-Stunden-Stelle von Bräuner und stellt ihr ein Büro zur Verfügung. Das befindet sich im Untergeschoss des Gemeindehauses der Christus-Kirchengemeinde Schulau an der Feldstraße. „Es ist gut, dass wir jetzt mit dem Büro eine Adresse haben. Dadurch hat das Ganze einen offizielleren Charakter“, sagt Jutta Thomas. Sie gehört seit 2014 der Hospizgruppe in Wedel an. Als ehrenamtliche Trauerbegleiterin steht sie todkranken Menschen in ihren letzten Wochen bei. Keine leichte Aufgabe. Da hilft es, zu wissen, dass da jemand ist, den man jeder Zeit anrufen kann. Die Hemmungen, die ehrenamtlich tätige Wilke in ihrem Zuhause anzurufen, seien einfach etwas größer gewesen.

Mit dem Wechsel ist unter anderem eine Namensänderung verbunden. So heißt die Hospizgruppe nun ambulanter Hospizdienst. Zudem gab es ein neues Logo und eben Dörthe Bräuner. Als Vereinsgründerin und Vorsitzende von „Kindesglück & Lebenskunst“ und Initiatorin des Projekts Kekk Cares, das Krebserkrankten Hilfe anbietet, hat die Holmerin viele Kontakte zu Institutionen und kennt sich mit den nötigen Formalitäten aus. Derzeit ist sie Ansprechpartnerin für 16 ehrenamtliche ausgebildete Trauerbegleiter, und sie hofft, dass weitere hinzukommen.

Im März startet ein neuer Schulungskurs. Der dazugehörige Informationsabend beginnt am Donnerstag, 18. Februar, um 18.30 Uhr. Treffpunkt ist in den Räumen der Diakonie in Pinneberg, Rockvillestraße 2. Wer sich für den Kurs entscheidet, den erwarten acht Termine jeweils donnerstags, bei denen es um das Verstehen von Trauer, Kommunikation sowie Abschiedsrituale geht. Weitere Informationen finden sich auf www.hospizdienst-pinneberg.de. „Schön wäre, wenn sich aus den Dörfern in Marsch Interessierte finden würden“, sagt Bräuner. Gerade dort sei es schwer die Angebote aus Wedel zu etablieren.

Wer Hilfe benötigt, sich Beistand einer Trauerbegleiterin wünscht, kann Bräuner unter 04103/12 43 58 kontaktieren oder eine Mail an hospizdienst-wedel@web.de schreiben. Bei Bedarf vereinbart sie Gesprächstermine auch bei den Betroffenen Zuhause. Vorgängerin Kirsten Wilke ist der Gruppe übrigens weiterhin treu. Sie möchte ein Trauercafé in Wedel etablieren, wo sich Angehörige treffen und austauschen können.

Do., 18.2.: Informationsabend für Schulungskurs des ambulanten Hospizdienstes, 18.30 Uhr, Diakonie Pinneberg, Rockvillestr. 2.