Pinneberg
Halstenbek

Politiker verteidigen den Greve-Kompromiss

Grüne und CDU verteidigen den Greve-Deal

Grüne und CDU verteidigen den Greve-Deal

Foto: Marvin Mertens

CDU und Grüne hatten im Januar eine erste Verständigung mit Greve platzen lassen. Reduzierte Zahl der Wohneinheiten ausschlaggebend.

Halstenbek. Nachdem der Halstenbeker Gemeinderat vorige Woche einem Kompromiss mit dem Investor Greve zugestimmt und den Weg für die langersehnte Gewerbeansiedlung freigemacht hat, verteidigen nun CDU und Grüne die gefundene Lösung. Beide Fraktionen hatten im Januar eine erste Verständigung mit der Hamburger Investorenfamilie platzen lassen.

„Wir waren der Meinung, dass das zu dem Zeitpunkt erreichte Verhandlungsergebnis nicht ausreichend den Interessen Halstenbeks entsprach“, so die beiden Fraktionen in einer gemeinsamen Erklärung. Dies sei nun anders. Im Gegensatz zum Januar sei die Zahl der von Greve geforderten Wohneinheiten noch einmal um 25 Prozent reduziert worden. Der Investor habe zudem den Verzicht auf Geschosswohnungsbau zugesagt und garantiert, dass die Wohnbebauung durch einen 30 Meter breiten Grünstreifen vom Gewerbegebiet abgeschirmt wird. Auch sei erreicht worden, dass das gemeindeeigene Grundstück in diesem Bereich vom Investor miterschlossen wird und voraussichtlich für eine weitere Kindertagesstätte genutzt werden kann.

Der nun gefundene Kompromiss beschere Halstenbek eine Fläche von acht Hektar für die Gewerbeansiedlung. Als besonders entscheidenden Punkt sehen CDU und Grüne an, dass der Investor eine termingerechte Herstellung des Gewerberinges als Erschließungsstraße und des benötigten Regenrückhaltebeckens garantiert. Damit könne die Gemeinde zügig neue Gewerbegebiete ansiedeln.

„Alle Parteien mussten Kompromisse akzeptieren“, heißt es in der Erklärung weiter. „Deshalb kann niemand von dem Ergebnis begeistert sein. Wir freuen uns aber, dass wir jetzt immerhin einige deutliche Verbesserungen erzielt haben, die die Verzögerung von einigen Monaten rechtfertigen.“