Pinneberg
Quickborn

Sanierung der alten Goetheschule ist zu teuer

Mehrfach demonstrierten die Schüler der Goetheschule für den Verbleib am alten Standort

Mehrfach demonstrierten die Schüler der Goetheschule für den Verbleib am alten Standort

Foto: Burkhard Fuchs

Die Fraktionschefs aller Parteien halten an Umzug der Grundschule fest. Eltern und Schüler protestieren gegen neuen Standort.

Quickborn. Die Eltern der 220 Schüler der Goetheschule in Quickborn wollen sich mit der bereits politisch beschlossenen Schließung des bisherigen Standorts der Grundschule nicht abfinden. Sie haben 400 Unterschriften gesammelt, zu Protestkundgebungen aufgerufen und der Politik einen umfangreichen Fragenkatalog gestellt, den die Fraktionen von CDU, SPD und Grünen jetzt in einer gemeinsamen Erklärung beantwortet haben.

Demnach halten diese drei Fraktionen, die zusammen 26 der 29 Stadtvertreter stellen, am geplanten Umzug der Goetheschule zum Elsensee-Gymnasium fest. Eine Sanierung des alten Schulgebäudes würde 6,5 Millionen Euro kosten, die sich bei weitem nicht durch den Verzicht einiger zusätzlicher Räume am neuen Standort in der Heidbergstraße einsparen ließen. Bürgermeister Thomas Köppl, CDU, hatte auf einer Sitzung des Bildungsausschusses Ende April dazu gesagt, dass die geplante Erweiterung des Schulzentrums-Süd, die mit 15,4 Millionen Euro veranschlagt ist, so nur um eine halbe Million Euro geringer ausfallen könnte. „Sechs Millionen Euro zusätzlich wird uns die Kommunalaufsicht nicht genehmigen.“

Die politischen Beschlüsse für diesen Schulumzug reichen bis 2007 zurück, so die Fraktionschefs Klaus H. Hensel, CDU, Astrid Huemke, SPD und Heinrich F. Kut, Grüne, in ihrer Antwort an die Elternvertretung der Goetheschule. Seinerzeit fasste die Ratsversammlung einen Grundsatzbeschluss, der 2013 nochmals vom Rat bestätigt worden ist. Im Jahr 2012 habe es zudem umfangreiche Informationsveranstaltungen zu dieser Thematik gegeben, an denen die Schulleitung und die Elternbeiräte beteiligt gewesen seien. „Es wurde umfassend diskutiert und das Erarbeitete einvernehmlich in die Beratungen gegeben und beschlossen“, betonen die drei Fraktionschefs. Dabei seien die veränderten Rahmenbedingungen von Schülerzahlen und Baukosten berücksichtigt worden, ergänzt Fachbereichsleiter Ralf Gercken.

Elternvertreter Ernst Stilke hält die Antworten für zu dünn. „Ganze Generationen glücklicher Quickborner sind hier zur Schule gegangen.“ Das solle auch künftig so bleiben. (bf)