Pinneberg
Uetersen

Bauausschuss kippt Investorenpläne für Tantaus Allee

Jochen Pawlack protestierte gegen die Pläne, hinter seinem Grundstück zwei 10 Meter hohe Neubauten zu errichten

Jochen Pawlack protestierte gegen die Pläne, hinter seinem Grundstück zwei 10 Meter hohe Neubauten zu errichten

Foto: Marvin Mertens

Anwohner Jochen Pawlack und seine Mitstrieter hatten mit ihrem Protest erfolg. CDU, BfB und SPD stimmen gegen die Pläne des ELmshorner Investors.

Uetersen.  Gute Nachrichten für die Anwohner im Bereich der Tantaus Allee in Uetersen. Der Bauausschuss der Rosenstadt stoppte die Pläne eines Elmshorner Investors, der an der Straße zwei etwa zehn Meter hohe Mehr­familienhäuser errichten wollte. Anwohner, allen voran der Uetersener Jochen Pawlack, hatten gegen die Investorenpläne protestiert und Unterschriften gesammelt. „Die Neubauten passen sich nicht in die Umgebung ein, die durch Einfamilienhäuser geprägt ist“, sagte Jochen Pawlack.

Der Anwohner schaltete eine Anwältin ein und trug sowohl bei der Infoveranstaltung für die Bürger als auch in der Sitzung des Bauausschusses eine Präsentation vor. So wollte er zeigen, wie die Neubauten neben den bestehenden Häusern wirken würden. „Halten Sie das für zumutbar?“, fragte Pawlack die Ausschussmitglieder.

Die Bemühungen zeigten offenbar Wirkung, denn der Bauausschuss kippte das Vorhaben des Elmshorner Investors. Nur die Grünen stimmten für die Pläne. Die SPD kritisierte hingegen das Maß der Bebauung als zu hoch, zudem würden die Häuser auf dem Plan nicht in der Straßenflucht stehen, sagte Erhard Vogt, SPD. Die BfB schloss sich der Kritik an, beide Fraktionen hatten bereits gegen den Aufstellungsbeschluss gestimmt.

Die CDU war im Januar noch für das Vorhaben gewesen und hatte den Aufstellungsbeschluss mit den Stimmen der Grünen durchgebracht. Nun vollzogen die Christdemokraten eine Kehrtwende. Thorben Langhinrichs, CDU, sagte, die verhärteten Fronten zwischen Investor und Anwohnern hätten die Fraktion dazu bewogen, gegen den Entwurf zu stimmen. „Wir als Anwohner sind sehr glücklich über die Entscheidung“, sagt Jochen Pawlack. „Sollte es aber neue Pläne für eine Bebauung geben, werden wir diese sehr genau prüfen.“