Norderstedt

Haspa lässt viele Filialen von Sicherheitsdienst bewachen

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Die Filiale der Hamburger Sparkasse an der Rathausallee in Norderstedt, die zwischen 6. und 8. August Ziel eines Bankeinbruchs gewesen ist.

Die Filiale der Hamburger Sparkasse an der Rathausallee in Norderstedt, die zwischen 6. und 8. August Ziel eines Bankeinbruchs gewesen ist.

Foto: Christopher Herbst

Geldinstitut spricht von einer „Vorsichtsmaßnahme“. Spurensicherung abgeschlossen. Wie die Ermittlungen laufen.

Norderstedt. Nach dem spektakulären Einbruch in die Filiale der Hamburger Sparkasse (Haspa) an der Rathausallee in Norderstedt hat das Geldinstitut seine Sicherheitsvorkehrungen an vielen Standorten verschärft. Die Haspa setze vor Ort zusätzliches Sicherheitspersonal ein, sagte Unternehmenssprecherin Stefanie von Carlsburg im Gespräch mit dem Abendblatt.

Zusätzliche Sicherheitskräfte als „Vorsichtsmaßnahme“

In vielen Filialen in Hamburg und im Umland sind auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten, zum Beispiel in den Räumen mit Geldautomaten, Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes im Einsatz. „Es handelt sich dabei um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wir gehen davon aus, dass wir diese reine Vorsichtsmaßnahme in absehbarer Zeit wieder einstellen können“, betonte Stefanie von Carlsburg.

Die Filiale an der Rathausallee wird weiter von mehreren Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes überwacht. Dort haben nach zwei Wochen intensiver Arbeit die Spezialisten der Spurensicherung ihren Einsatz beendet. Die Ermittler hoffen, in den vielen gesammelten Daten Spuren zu den Tätern zu finden, die zwischen dem 6. und dem 8. August in die Filiale der Sparkasse eingedrungen sind und einen Millionenschaden angerichtet haben.

Außerdem versucht die Polizei in den kommenden Wochen zu klären, welche Wertgegenstände aus den aufgebrochenen Schließfächern gestohlen wurden. „Das braucht Zeit“, sagt Polizeisprecher Lars Brockmann. Parallel werde akribisch den Hinweisen von Zeugen nachgegangen.

Täter drangen mit Spezialbohrer in Sparkasse ein

Die Täter waren, wie berichtet, in Norderstedt durch den Boden einer Praxis nach unten in einen Tresorraum eingedrungen und hatten 600 der 1200 Schließfächer geöffnet. Danach legten sie Feuer, um Spuren zu verwischen. Eine Spezialdienststelle der Polizei für komplexe Ermittlungen hat den Fall übernommen.

Wann die Filiale an der Rathausallee wieder geöffnet wird, ist weiter offen. Die Haspa könne die Filiale erst wieder öffnen, wenn ein Sachverständiger alle Sicherheitsfragen geklärt, die Räumlichkeiten abgenommen und freigegeben habe. „Der Prozess der Prüfung und Schadensaufnahme wird leider voraussichtlich noch einige Tage dauern“, sagte von Carlsburg.

( tz )

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