Klimaschutz

Henstedt-Ulzburg wird erster bei Energieolympiade

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Christopher Herbst
Der Klimaschutzbeauftragte Jens Uffenkamp, Stefan Brumm, Geschäftsführer Gesellschaft für Energie und Klimaschutz in Schleswig-Holstein (EKSH), Wettbewerbsleiter Klaus Wortmann und Henstedt-Ulzburgs Bürgermeisterin Ulrike Schmidt.

Der Klimaschutzbeauftragte Jens Uffenkamp, Stefan Brumm, Geschäftsführer Gesellschaft für Energie und Klimaschutz in Schleswig-Holstein (EKSH), Wettbewerbsleiter Klaus Wortmann und Henstedt-Ulzburgs Bürgermeisterin Ulrike Schmidt.

Foto: Christopher Herbst

Im Rathaus der Großgemeinde denken die Thermostate der Heizungen jetzt mit. Für diese Einsparidee wurde Henstedt-Ulzburg nun ausgezeichnet.

Henstedt-Ulzburg. Klimaschutz beginnt auf kommunaler Ebene. Und Henstedt-Ulzburg gibt dafür in Schleswig-Holstein mit einem Projekt ein gutes Beispiel: Die Heizungen im Rathaus regulieren sich jetzt mit intelligenten Thermostaten. Die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz in Schleswig-Holstein (EKSH), an der das Land, Hochschulen und Hansewerk beteiligt sind, hat die Aktion jetzt ausgezeichnet. Bei der „Energieolympiade“ der EKSH belegte die Großgemeinde Platz eins beim Wettbewerb für Maßnahmen unter 50.000 Euro verliehen, inklusive Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

„Die intelligenten Thermostate sind eine klasse Geschichte. Wir wollen weitere Kommunen motivieren“, sagt Stefan Brumm, Geschäftsführer der EKSH, bei einem Ortstermin mit Bürgermeisterin Ulrike Schmidt und dem Klimaschutzbeauftragten Jens Uffenkamp. Innovation, Mut und die Einsparung von CO² seien wichtige Faktoren für die Bewertung. Zudem habe die Amortisation der Investition überzeugt.

Uffenkamp, der genauso wie Schmidt noch gar nicht im Amt war, als die Heizungen modernisiert wurden, erklärt die Funktionsweise. „Wir haben 177 Thermostate mit Sensoren für Licht und Bewegung“, diese seien per Funk mit einem Sender verbunden, der wiederum die Daten an ein Onlineportal weiterleitet. Darauf hat Uffenkamp Zugriff, „ich kann für jedes einzelne Zimmer die Temperaturverläufe angucken“. Wenn ein Raum nicht besetzt ist, muss auch nicht geheizt werden. Uffenkamp stellt maximale und minimale Temperaturgrenzen ein, zwischen diesen Werten kann reguliert werden. „Im vergangenen Jahr konnten im Rathaus 20 Prozent Heizenergie im Vergleich zu den Vorjahren eingespart werden. In einem nächsten Schritt werden wir prüfen, ob sich die Technik auch in anderen Gebäuden der Gemeinde wie beispielsweise Schulen energiesparend einsetzen lässt.“

In der nächsten Sitzung des Umweltausschusses am 23. November wird Jens Uffenkamp den Energiebericht für das vergangene Jahr vorstellen, der auch wichtig ist für das ganzheitliche, von der Politik in Auftrag gegebene Klimaschutzkonzept für Henstedt-Ulzburg. „Das soll binnen 18 Monaten fertig sein“, verspricht Uffenkamp.

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