Corona-Krise

Zwei „Gabenpunkte“ für Obdachlose in Norderstedt

Corona schafft Mitgefühl: Der Gabenzaun auf der Moorbekbrücke in Norderstedt.

Corona schafft Mitgefühl: Der Gabenzaun auf der Moorbekbrücke in Norderstedt.

Foto: Thorsten Ahlf

In der Corona-Krise nimmt die Solidarität zu. Viele Menschen wollen helfen. Die Stadt will die Hilfsbereitschaft bündeln.

Norderstedt.  Auf der Moorbekbrücke wollen Bürger ihre Solidarität mit den Obdachlosen der Stadt in der Coronakrise zeigen. Sie haben einen „Gabenzaun“ eröffnet. An die Metallstreben der Brücke hängen Spender Lebensmittel oder andere Dinge des Alltagsgebrauchs. Die Stadt Norderstedt begrüßt die Spendenbereitschaft der Bürger. Trotzdem ruft sie jetzt dazu auf, die Spenden nicht an privat organisierten Stellen im Stadtgebiet abzulegen, sondern konzentriert an zwei offiziellen „Gabenpunkten“ in der Stadt.

Ein „Gabenpunkt“ wird auf dem Gelände nördlich der Tagesaufenthaltsstätte für Obdachlose (TAS) am Lütjenmoor 17A, in der Nähe des Herold-Centers entstehen. Ein zweiter an der neuen Beratungsstelle „Interpunkt“ an der Rathausallee 72 in Norderstedt-Mitte. Gespendet werden können hier haltbare, ungeöffnete Lebensmittel sowie originalverpackte Hygieneprodukte – wer sich bedürftig fühlt, kann sich von den Spenden nehmen. Die Stadt wird die Orte regelmäßig auf Hygiene überprüfen.

Am Lütjenmoor gibt es Essen für Obdachlose

Um die Obdachlosen der Stadt im Alltag zu versorgen, arbeitet die Stadt Norderstedt seit vielen Jahren mit der TAS zusammen, die vom Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein betrieben wird. Am Lütjenmoor können Obdachlose auch jetzt Essen bekommen und ihre Post in Empfang nehmen.

Wer anderen Menschen zur Seite stehen möchte, kann sich auch an die städtische Nachbarschaftshilfe wenden, (040/53 59 56 58, Mo-So, 8.00-18.00). Alle Fragen rund um die Hilfe für Obdachlose beantwortet auch das Diakonische Werk unter der Rufnummer 040/523 20 70.

( abm )

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