Norderstedt
Kreis Segeberg

Tag der offenen Tür in der Bait-ul-Baseer-Moschee in Nahe

Ende Oktober war die Bait-ul-Baseer-Moschee in Nahe mit zahlreichen Gästen aus Politik, Kirche und Gesellschaft eingeweiht worden.

Ende Oktober war die Bait-ul-Baseer-Moschee in Nahe mit zahlreichen Gästen aus Politik, Kirche und Gesellschaft eingeweiht worden.

Foto: Markus Scholz / dpa

Ahmadiyya-Gemeinde präsentiert am 1. Dezember ihr neues Gotteshaus, das erst vor einem Monat eingeweiht wurde.

Nahe.  Vor gut einem Monat wurde in der Gemeinde Nahe die neue Bait-ul-Baseer-Moschee eingeweiht. Zu diesem Festakt war, auch Seine Heiligkeit Kalif Mirza Masroor Ahmad, das Oberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat, im eigenen Wagen aus London angereist, um mit Gästen aus Politik, Kirche und Gesellschaft das Bauwerk der muslimischen Glaubensgemeinschaft zu feiern. An diesem Sonntag nun haben alle interessierten Bürger aus Nahe und der Region Gelegenheit, bei einem Tag der offenen Tür die Moschee zu besichtigen.

„Eine Moschee soll nicht nur ein Ort sein, an dem die Muslime sich zum gemeinsamen Gebet versammeln. Eine Moschee ist auch eine Stätte der Begegnung, des Dialogs und der nachbarschaftlichen Zusammenkunft“, heißt es in einer Pressemitteilung der Ahmadiyya Muslim Jamaat.

Die Ahmadiyya-Gemeinde ist bereits seit knapp 30 Jahren in Nahe präsent

In der Zeit von 11 bis 18 Uhr erwartet die Besucher des Gotteshauses am Sonntag an der Wakendorfer Straße 11 ein vielfältiges und informatives Programm. Es umfasst Gespräche, die ein neues, vorurteilsbefreites Licht auf den Islam werfen und über unterschiedlichste Aspekte des Glaubens und der Lehre des Islam informieren sollen. Daneben gibt es ausgiebige Möglichkeiten für die Kinder, sich zu entfalten, sodass „aus einem nachbarschaftlichen Dialog ein bereicherndes Familienereignis wird“.

Die Ahmadiyya-Gemeinde ist bereits seit knapp 30 Jahren in Nahe präsent. Sie hat etwa 400 Mitglieder, viele von ihnen kommen aus Norderstedt. Vor dem Bau der Moschee diente ein umfunktionierter Raum als Gebetszentrum. Die Pläne für den Neubau gab es in Nahe schon seit Längerem: Bereits im Jahr 2011 war die Grundsteinlegung erfolgt.

Weltweit gibt es zehn Millionen Gläubige

Die Gemeinde finanziert sich aus Spenden, ein Kredit war aus Prinzip nicht aufgenommen worden, weil Verträge, die Zinsvereinbarungen enthalten, gemäß Koran verboten seien, wie die Gemeinde betonte.

Die Ahmadiyya-Gemeinschaft wurde in den 1880er-Jahren in Britisch-Indien gegründet und versteht sich als Reformbewegung. Ihr gehören weltweit etwa zehn Millionen Gläubige an.

Tag der offenen Tür, Bait-ul-Baseer-Moschee, Wakendorfer Straße 11 in Nahe, Sonntag, 1. Dezember, 11 bis 18 Uhr.