Norderstedt
Kreis Segeberg

Bestattungsinstitut baut Wohnungen in Norderstedt

Bauherr Sönke Wulff mit Ehefrau Anke  und Tochter Maja.

Bauherr Sönke Wulff mit Ehefrau Anke und Tochter Maja.

Foto: Heike Linde-Lembke

Die Traditionsfirma Wulff & Sohn feierte nun Richtfest. Kosten des Bauvorhabens betragen fünf Millionen Euro.

Norderstedt. „Zum Dachstuhl bin ich hochgestiegen. Prost!“ Unter dem Beifall von zirka 150 Gästen, darunter Norderstedts Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder, zerschmetterte Zimmermeister Philipp Tietjen die Schnapsflasche mit dem Spruch „Glück und Segen diesem Haus“ – Richtfest für das Wohn- und Geschäftshaus des Bestattungsinstituts Wulff & Sohn an der Segeberger Chaussee.

In Rekordzeit zogen die Handwerker nach der Grundsteinlegung im April Stein auf Stein die Wände des zweigeschossigen Hauses mit einer Gesamtwohnfläche von 1100 Quadratmetern und einem Staffelgeschoss mit zwei Penthouse-Wohnungen hoch. Im April sollen die ersten Mieter einziehen. 2016 stellte Sönke Wulff, Inhaber des Bestattungsinstituts, den Bauantrag, 2017 folgte die Genehmigung, im April die Grundsteinlegung, im Juli war das Dach fertig.

„Das ist eine Superleistung von allen Gewerken und Generalunternehmer Fabian Nehrmann“, lobte Diplom-Architekt Lutz Golla. „Man braucht viele Menschen, denen man vertrauen kann, und man braucht viel Überzeugungskraft, um so ein Objekt mit einem Volumen von fünf Millionen Euro zu finanzieren“, sagte Sönke Wulff. „Wir bauen hier an einem besonderen Ort, denn vor 107 Jahren hat mein Großvater, der Tischler und Bestatter Friedrich Wulff, hier sein Unternehmen gegründet“, erinnerte Sönke Wulff an die Tradition des Bestattungsinstituts und einstigen Möbelhauses.

Diese Tradition besteht unter dem neuen Haus fort, denn die Steine des alten sind das Fundament des neuen Gebäudes. Das Richtfest feierte die Familie Wulff dort, wo das Café mit Außenterrasse entsteht. „Wir wollen einen Ort der Begegnung schaffen“, sagte Sönke Wulff. Das Café sei nicht nur ein Trauer-Café, sondern ein Treffpunkt, ein Ort für Feste aller Art. „Leben und Tod gehören für uns ganz eng zueinander.“ Café-Pächter Thomas Nitt gab mit seinem Butterkuchen auf dem Richtfest schon mal eine Kostprobe seines Könnens.