Norderstedt
Henstedt-Ulzburg

Schlappenmoorbrücke soll erhalten bleiben

Die Schlappenmoorbrücke muss dringend saniert werden.

Die Schlappenmoorbrücke muss dringend saniert werden.

Foto: Hans-Eckart Jaeger / Jaeger

Das marode Bauwerk in Henstedt-Ulzburg gehört allerdings nicht der Gemeinde, sondern dem Land – das erschwert die Sanierungspläne.

Henstedt-Ulzburg. Der Streit geht in die nächste Runde: Wird die Schlappenmoorbrücke, das beliebte Ausflugziel für Wanderer im Naturschutzgebiet Oberalsterniederung, in diesem Sommer abgerissen und durch eine Furt ersetzt – oder wird das 43 Jahre alte Bauwerk saniert?

Die Abstimmung über den Antrag der Wählergemeinschaft BFB bei der Sitzung des Umweltausschusses am Montag im Ratssaal in Henstedt-Ulzburg endete mit einer kleinen Überraschung. Alle Fraktionen stimmten für den Antrag, der einen Erhalt des sanierungsbedürftigen Bauwerks fordert. „Eigentümer der Brücke ist das Land Schleswig-Holstein, nicht unsere Gemeinde“, sagte Bauamtsleiter Jörn Mohr. „Das Land will die Brücke nicht, und Henstedt-Ulzburg will sie auch nicht. Die Kosten für Sanierung und Erhalt wären zu groß. Das war schon vor Jahren die Meinung der Verwaltung, und daran hat sich nichts geändert. Wir brauchen die Brücke nicht. Aber weil die Politik es will, werden wir das Thema noch einmal angehen.“

Jörn Mohr hatte vor dem Tagesordnungspunkt 6 den Vorsitz im Ratssaal übernommen, nachdem sich Bürgermeister Stefan Bauer zuvor wegen einer wichtigen Dienstfahrt von den Ausschussmitgliedern verabschiedet hatte.

Wie geht es nun weiter? „Ich werde in der nächsten Woche bei der zuständigen Landesbehörde um einen Gesprächstermin nachfragen und einen fachkundigen Mitarbeiter hinschicken“, kündigte der Bauamtsleiter an. Bei dieser Gelegenheit geht es um einen möglichen Deal: Übernimmt das Land als Eigentümer der Brücke die Sanierungskosten und beteiligt sich künftig an den Folgekosten, dann würde die Gemeinde vielleicht einem Erhalt zustimmen. „Alle Gremien sollten sich noch einmal zusammensetzen und sachlich über das Thema beraten“, sagt BFB-Mitglied Dirk Rohlfing.

Die Unterbrechung des Wanderwegs durch einen Abriss würde eine erhebliche Beeinträchtigung für die gewollte Nutzung des Naturschutzgebietes Oberalsterniederung durch die heimische Bevölkerung und auswärtige Besucher bedeuten.“ Eines steht fest: Die Abrissbagger brauchen erst einmal nicht anzurücken.