Norderstedt
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Das sind die besten Athleten der Stadt

Sie sind die Sieger der Norderstedter Sportwoche: Philipp Kretz (32) und Isabel Stuhr (45)

Sie sind die Sieger der Norderstedter Sportwoche: Philipp Kretz (32) und Isabel Stuhr (45)

Foto: Anne Pamperin

Die Norderstedter Sportwoche verlangte den Teilnehmern viel ab – Am besten schnitten Philipp Kretz und Isabel Stuhr ab.

Norderstedt.  Vier sportliche Wettkämpfe in acht Tagen sind kein Pappenstiel. Das mussten auch die 31 Männer und Frauen erfahren, die bei der Norderstedter Sportwoche um den Titel „Bester Athlet“ kämpften.

Um in die Wertung zu kommen, mussten alle Teilnehmer zum Auftakt beim Langstreckenschwimmen über 1250 Meter starten, einen Tag später das 28 Kilometer lange Radrennen am Gutenbergring bestreiten, beim Hamburg-Airport-Abendlauf drei Runden mit jeweils 2,3 Kilometer um den See laufen und schließlich auch noch beim 12. TriBühne-Triathlon über die Volksdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren, 5 Kilometer Laufen) antreten.

„Ich finde das Format super. Es ist toll, dass hier in Norderstedt so viele sportliche Wettkämpfe kurz nacheinander angeboten werden. Da ich vor einem Dreivierteljahr nach Langenhorn gezogen bin, passte das ganz gut. Den Triathlon habe ich schon ein paar Mal mitgemacht, aber bei der Sportwoche war ich zum ersten Mal dabei“, sagte Philip Kretz, der sich den Sieg bei den Männern sicherte. „Wenn alles passt, bin ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei. Es hat richtig viel Spaß gemacht, weil ja auch viele gute Athleten mitgemacht haben“, sagte der Softwareentwickler, dem nicht nur Freundin Anna Lisa die Daumen drückte. Alle Sportler freuten sich über die vielen Zuschauer, die an der Strecke standen und alle Teilnehmer kräftig anfeuerten. 2:41 Minuten hinter dem Sieger kam Thilo Jacobsen (TriMichels Hamburg) ins Ziel. Nach Schwimmen und Radfahren sah Lokalmatador Jannes Klingenberg (19) von der ausrichtenden SG Wasserratten noch wie der sichere Gewinner aus, musste aber aufgrund einer Wadenverletzung beim Laufen und beim Triathlon aber einen Gang herausnehmen und landete schließlich (+2:48 Min.) auf Platz drei.

Bei den Frauen hatte Isabel Stuhr die Nase vorn. Die 45-Jährige musste allerdings in der Woche beim Abendlauf eine Schrecksekunde überstehen. „Gleich beim Start bin ich gestürzt, weil ich ein Kind vor mir hatte, das nicht richtig wegkam. Dabei habe ich mir ein wenig die Hände aufgeschürft, das war beim Radfahren etwas unangenehm“, so Isabel Stuhr, die ursprünglich gar nicht alle vier Wettbewerbe absolvieren wollte. „Eigentlich wollte ich nur einen Olympischen Triathlon machen, der war aber schon ausgebucht. Organisatorin Dagmar Buschbeck hat mir dann empfohlen, doch die Sportwoche mitzumachen, deswegen bin ich angetreten. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, und das Gelände hier im Stadtpark ist ja auch wirklich ideal für so eine Sportwoche“, sagte die Ausbilderin bei einer Bank.

Platz zwei belegte, wie schon 2017, Eike-Katrin Jordt (SG Wasserratten, +5:46 Min.), Dritte wurde Alexandra Lange (Bramfelder SV, +16:28 Min.).

Die Gründe, bei der abwechslungsreichen Veranstaltung mitzumachen, sind unterschiedlich. Silke Schulze, die am Ende Achte wurde, ging es nicht ums Gewinnen, sondern um einen guten Zweck. „Ich starte unter dem Motto Kilometer für Kinder. Pro Minute, die ich in diesem Jahr laufe, schwimme oder fahre, spende ich einen Cent. Da kommt schon einiges zusammen“, sagt die selbstständige Steuerberaterin aus dem Ortsteil Glashütte. Ob sie 2019 wieder dabei ist, lässt sie offen. „Ich hatte heute ein paar Probleme mit dem Knie“, sagte die 40-Jährige, die nicht die einzige war, die am Ende jeden einzelnen Knochen im Körper spürte.

Mit der Resonanz der diesjährigen Sportwoche war auch Dagmar Buschbeck hochzufrieden. „Wir waren erstmals mehr als 30 Teilnehmer, vielleicht schaffen wir nächstes Jahr ja die 40“, sagt die Geschäftsführerin der Veranstaltungsagentur Rattenscharf.