Norderstedt
Norderstedter Sportwoche

Ein stimmungsvolles Radfestival vor enttäuschender Kulisse

Das Radfestival auf dem Gutenbergring war die zweite Veranstaltung der Norderstedter Sportwoche. Auf dem Programm standen Kinderrennen, Hobbywettkämpfe und ein Eliterennen über 68 Kilometer

Das Radfestival auf dem Gutenbergring war die zweite Veranstaltung der Norderstedter Sportwoche. Auf dem Programm standen Kinderrennen, Hobbywettkämpfe und ein Eliterennen über 68 Kilometer

Foto: Martin Oster

Zwei von vier Veranstaltungen sind absolviert. Am Mittwoch geht’s mit dem Hamburg-Airport-Abendlauf rund um den Stadtparksee weiter.

Norderstedt.  „Wir haben die Eins im Herzen und im Blut“, sagte Maike Rotermund, bevor sich das Team der Norderstedter Werkstätten anschickte, den Firmencup beim FestivalRad auf dem Gutenbergring nach 2017 ein zweites Mal zu gewinnen. Die Hoffnung, den Titel bei dem auf Leihrädern zu bestreitenden Teamspaß zu verteidigen, musste die gelernte Erzieherin allerdings begraben. Die Crew der Firma Wiesmann und Fröhlich hatte nach sechs Runden knapp die Nase vorn und schnappte sich erstmals den großen Wanderpokal.

Britta Wiesmann, Chefin des Norderstedter Familienunternehmens für Heizungsbau, stieg als Letzte aufs Rad. „Das war megaanstrengend, ich hab mich unterwegs dann auch noch verschaltet“, sagte die Triathletin, die von Ehemann Thomas, Tochter Aileen und Schwiegersohn Marc sowie Daniel Selle und Benjamin Donaubauer unterstützt wurde.

Der Firmencup war einer der Höhepunkte des Radfestivals. Vier Mannschaften hatten sich angemeldet, ein paar mehr hätten es aus Sicht von Organisatorin Dagmar Buschbeck gerne sein können. Aber auch so war die Chefin der Eventagentur Rattenscharf mit der Resonanz zufrieden.

Die Radrennen für Lizenzfahrer wurden von der RG Uni Hamburg ausgeschrieben, die Hobbywettbewerbe von Buschbeck und ihrem Team begleitet. Zunächst fanden die Kinder- und Schülerwettbewerbe ohne Zeitmessung statt, es folgten Jedermannrennen über 20 Runden mit jeweils 1,4 Kilometern auf einem gesperrten Kurs im Gewerbegebiet Nettelkrögen an der Stadtgrenze.

Mit dabei waren auch neun Frauen und 19 Männer, die in diesem Jahr um die Titel „Norderstedts beste Athleten“ kämpfen und vier Wettkämpfe in acht Tagen absolvieren.

Das Radrennen war nach dem Langstreckenschwimmen die zweite Veranstaltung der Sportwoche. Schnellste Frau: Eike-Katrin Jordt (Startgemeinschaft Wasserratten Norderstedt), die 47 Minuten für das Sprintrennen benötigte und sich in der Gesamtwertung an die Spitze setzte. Triathlet Jannes Klingenberg (ebenfalls SGW) kam nach
43 Minuten ins Ziel, er behauptete den ersten Platz im Gesamtklassement der Männer.

Die Stimmung und das Wetter waren gut. „Ich bin froh, dass es nicht geregnet hat“, sagte Dagmar Buschbeck, die sich mehr Zuschauer gewünscht hätte. „Wir haben viel Werbung gemacht und sogar Anzeigen in den Zeitungen geschaltet, damit der Radsport bei den Norderstedtern ankommt.“ Während bei den Kinder-, Firmen- und Hobbyrennen Familie und Freunde applaudierten, waren die Elitefahrer am Nachmittag fast unter sich.

Der Berliner Halvard Schommartz triumphiert im Eliterennen

Schade, denn die rasenden Radler hätten mehr Publikum verdient gehabt. Siegreich war der 24 Jahre alte Berliner Halvard Schommartz, der sich kurz nach dem Start mit zwei anderen Fahrern absetzte und vom Verfolgerfeld nicht mehr eingeholt werden konnte. „Sie haben das gut gemacht, das muss man respektieren“, sagte der Harksheider Max Lindenau, der zum dritten Mal in Folge gewinnen wollte und am Ende Vierter wurde.

Am Mittwoch folgt mit dem 8. Hamburg-Aiport-Abendlauf die dritte Etappe der Sportwoche. Start ist um 19 Uhr im Stadtpark. Wer die schöne Abendstimmung bei voraussichtlich optimalen Bedingungen genießen will, kann sich noch vor Ort anmelden. Das Startgeld inklusive Nachmeldegebühr beträgt 17 Euro.

www.norderstedt-events.de