Norderstedt
Ostküstenleitung

Trasse soll Erdkabel-Pilotprojekt werden

Teile der Ostküstenleitung sollen unter der Erde verlegt werden

Teile der Ostküstenleitung sollen unter der Erde verlegt werden

Foto: Frank Knittermeier / Tennet

So könne die Belastung für Mensch und Natur an schwierigen Stellen verringert werden, sagt Umweltminister Robert Habeck.

Kreis Segeberg.  Nun gibt es Hoffnung, dass die 380-Kilovolt-Leitung im Kreis Segeberg zumindest in Teilen unter der Erde verlegt wird. Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck begrüßt die Entscheidung des Wirtschaftsausschusses des Bundestags von Mittwoch für ein Erdkabel-Pilotprojekt bei der geplanten Ostküstenleitung.

„Es war ein starker Wunsch aus der Region, der fachlich sinnvoll ist. Die Landesregierung hat sich daher intensiv dafür eingesetzt. Unsere Hart-
näckigkeit hat sich gelohnt“, sagte Habeck in Kiel. Die Möglichkeit, Erdkabel zu bauen, könne an besonders schwierigen Stellen dazu beitragen, die Belastungen für Mensch und Umwelt zu verringern. „Vor allem in dicht besiedelten Bereichen“, sagte Habeck.

In Henstedt-Ulzburg läuft die Leitung nach derzeitiger Planung quer durch ein Gewerbegebiet, dicht an der Wohnbebauung vorbei und direkt über das Waldstück des Kindergartens im Rantzauer Forst. „Wo konkret für Erdkabel die Voraussetzungen erfüllt sind und sie auch tatsächlich helfen können, wird Netzbetreiber Tennet im Zuge des Planungsprozesses ausarbeiten.“ Die Landesregierung werde in Absprache mit Netzbetreiber und Kommunen auf die betroffenen Regionen zugehen, um Bürgerinnen und Bürger sowie Verbände in die Planungen miteinzubeziehen, sagte Habeck.