Norderstedt
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Richtfest: Eine Mensa für die Grundschule

Baudezeernent Thomas Bosse (v.l.), Lars Müller und Sohn Leon von den Pfadfindern, Schulleiter Jens von Lehe, Architekt Karsten Wulf und Gabriele Reimers von der Ganztagsbetreuung

Baudezeernent Thomas Bosse (v.l.), Lars Müller und Sohn Leon von den Pfadfindern, Schulleiter Jens von Lehe, Architekt Karsten Wulf und Gabriele Reimers von der Ganztagsbetreuung

Foto: Michael Schick

Für das Gesamtbauwerk aus Mensa und Pfadfinderhaus gibt die Stadt 860.000 Euro aus. Geplant ist ein Mensabetrieb in zwei Schichten.

Norderstedt.  „Für die Kinder waren die Bauarbeiten eine tolle Erfahrung. Sie haben den Arbeitern zugesehen und sehr genau beobachtet, was der Bagger macht“, sagte Jens von Lehe. Der Leiter der Grundschule Falkenberg in Norderstedt spricht von der neuen Mensa, über der jetzt der Richtkranz weht. Direkt am lang gestreckten Flachbau klebt ein weiterer Neubau, das künftige Heim der Pfadfinder Die Goten. Auch für diesen Rohbau feierten Stadtplaner, Architekt Karsten Wulf und die Handwerker Richtfest.

Für das Gesamtbauwerk gibt die Stadt 860.000 Euro aus. Der größte Teil der Gesamtfläche von 415 Quadratmetern entfällt auf die Mensa, die wesentlicher Baustein der Offenen Ganztagsgrundschule am Falkenberg wird. Der Ganztagsbetrieb läuft dort schon, bisher allerdings mit einem Provisorium bei der Verpflegung. 84 der 200 Grundschüler werden im neuen Essensraum, der durch eine Aufwärmküche sowie Sanitär- und Personalräume ergänzt wird, Platz finden. Geplant ist ein Mensabetrieb in zwei Schichten.

Auch die Pfadfinder freuen sich auf ihr neues Haus. „Das alte Norweger-Haus war ja doch schon marode“, sagt Lars Müller von den Goten. Seit 1995 treffen sich die Gruppen am Falkenberg und wollten wegen der Nähe und der guten Zusammenarbeit mit der Grundschule Falkenberg, der zentralen Lage ohne Wohnbebauung in unmittelbarer Nachbarschaft sowie des großen Außengeländes am Stammsitz bleiben. Nachdem die Stadt die Pfadfinder bei der Planung der Mensa zunächst vergessen hatte, kam es dann doch zur Kombi-Lösung.

Die 140 Kinder und Jugendlichen finden im neuen Heim mit drei Gruppenräumen, einer Werkstatt, Küche und Sanitärbereich etwa so viel Platz wie im Norweger-Haus. „Wir haben die alten Namen wie Rittersaal übernommen“, sagt Müller. Der Bau bereitete den Architekten unerwartet Kopfzerbrechen, sogenannte Torflinsen erforderten es, das Gebäude auf 24 Betonpfähle mit einem Durchmesser von 50 bis Zentimeter zu stellen. Im Januar soll Einweihung sein.