Norderstedt
Kreis Segeberg

Anderen dabei helfen, den Mund aufzumachen

Foto: McPhoto/face to face / 0070074

Im Juli startet deinGrundlagenseminar für angehende Berater in Sachen Heimmitwirkung. Geschult wird in Plön auf dem Koppelsberg.

Norderstedt. Missstände in stationären Senioren- oder Behinderteneinrichtungen erreichen das Licht der Öffentlichkeit nur, wenn die Betroffenen den Mund aufmachen und sich beschweren. Der Heimbeirat ist das richtige Gremium, um den Protest gegenüber der Heimleitung zu artikulieren. Vorausgesetzt, es gibt diesen Beirat überhaupt und er funktioniert.

Die Landesregierung will die Mitwirkung und Selbstbestimmung von Heimbewohnern stärken. 2004 wurde die Landesarbeitsgemeinschaft Heimmitwirkung gegründet. Sie bündelt die ehrenamtlichen Helfer, die die Heimbeiräte in den 660 stationären Einrichtungen des Landes in ihrer Arbeit unterstützen sollen. 190 Ehrenamtliche betreuen derzeit landesweit die Heimbeiräte. Der Beratungsbedarf ist aber weitaus größer, daher werden weitere Berater dringend gesucht.

Im Juli startet das jährliche Grundlagenseminar für angehende Berater in Sachen Heimmitwirkung. Geschult wird in drei Blocks von je drei Tagen in Plön auf dem Koppelsberg (29. Juni bis 1. Juli, 6. bis 8. Juli und 13. bis 15. Juli). Bei einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 11. Juni, von 10 bis 12 Uhr im Sozialministerium in Kiel werden die Anforderungen und Inhalte der Grundschulung erläutert. Die Kosten für die Schulung, Unterkunft und Verpflegung einschließlich Fahrkosten übernimmt das Sozialministerium.

Wer sich ausbilden lassen möchte, sollte Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Pflegebedarf oder Behinderung haben. Viel freie Zeit, körperliche und geistige Beweglichkeit und seelische Belastbarkeit sollten vorhanden sein. Zur Grundschulung zählt auch der Praxis-Teil in einer Einrichtung in Wohnortnähe.

Anmeldung und Auskünfte bei der Kreisvolkshochschule Plön unter Telefon 04522/2327 oder unter info@kvhs-ploen.de per E-Mail. Peter Martens vom Seniorenbeirat Norderstedt gibt unter Telefon 040/52 63 00 85 und peter.martens@wtnet.de per E-Mail Auskünfte.