Neonazis besetzen Hotel in Faßberg bei Celle

Faßberg: Ein Dorf in Angst vor den Neonazis

Die Situation um das besetzte Hotel in Faßberg bei Celle spitzt sich zu - und die Angst der Einwohner der 7000-Seelen-Gemeinde wächst.

Faßberg. Am Sonnabend stellte die Polizei bei zwei 18 und 19 Jahre alten Männern aus der linken Szene Pfefferspray sicher. Wenige Stunden später überprüften die Beamten eine Gruppe von zehn Männern, die zum Teil der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind. Bei dem Wortführer, der nach eigenen Angaben vom Hamburger Rechtsanwalt Jürgen Rieger zur Ansprechperson für die Behörden bestimmt wurde, entdeckte die Polizei einen Schlagstock. Gestern demonstrierten 15 Anwohner gegen die Neonazis.

Bisher haben die Behörden keine Handhabe, das Hotel, in dem ein rechtes Schulungszentrum entstehen soll, zu räumen, weil die Rechtslage kompliziert ist. Einerseits gibt es einen gerichtlich bestellten Zwangsverwalter für das Hotel, das ursprünglich zwangsversteigert werden sollte. Andererseits existiert ein Pachtvertrag zwischen Rieger und der Hauseigentümerin.