Bluttat im mecklenburgischen Tessin

Sinnlosigkeit, die entsetzt

Kommentar

Der Amoklauf von Emsdetten ist noch in unseren Köpfen präsent, da gibt es schon wieder einen neuen Fall von sinnloser Gewalt zweier Jugendlicher. Diese Tat macht einen fassungslos. Was trieb die beiden 17-Jährigen im mecklenburgischen Tessin zu dieser grausamen Bluttat? Vom Amokläufer im Münsterland wissen wir, dass er sich selbst als Verlierer empfand. Und dafür sollten andere büßen, jene, die seiner Ansicht nach schuld waren an seiner Misere - Schüler und Lehrer. Die beiden Jugendlichen in dem kleinen mecklenburgischen Ort dagegen waren gute Schüler und bis zum Wochenende völlig unauffällig.

Eine Gemeinsamkeit mit dem Amokläufer von Emsdetten und auch mit jenem aus Erfurt im Jahr 2002 gibt es dennoch: Auch Felix und Torben waren Computer-Fanatiker mit einer Vorliebe für "Ballerspiele". Brachte sie das auf die Idee, einmal selbst jemanden zu töten? Noch ist ihr Motiv nicht bekannt, doch eines steht fest: Die Diskussion um die Wirkung dieser Killerspiele muss dringend weitergeführt werden.