Wangerooge

Inselpolizei entdeckt illegale Cannabis-Pflanzen

Zwei Cannabis-Pflanzen auf der Nordseeinsel Wangerooge.

Zwei Cannabis-Pflanzen auf der Nordseeinsel Wangerooge.

Foto: Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland

Die zur Drogenherstellung genutzten Pflanzen waren gut versteckt. Wangerooges Inselpolizei sucht Zeugen.

Wangerooge/Hamburg. Der Kampf gegen illegalen Drogenanbau in Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen hat neue Dimensionen angenommen. Zuletzt wurden beim Brand in einer Halle in Lüneburg 1500 Cannabis-Pflanzen gefunden und beschlagnahmt. Zufall? Kaum!

Mit einem Aufgebot von 320 Beamten gingen Polizei und Staatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein gegen ein Netzwerk von Cannabis-Pflanzern vor, die offenbar mehrere Plantagen betrieben haben. Sie durchsuchten mit Hilfe des Bundeskriminalamtes (BKA) in Nordfriesland und angrenzenden Landstrichen diverse Gebäude und kontrollierten 18 Verdächtige. Der mutmaßliche Haupttäter ist ein Gärtner.

Wangerooge: Illegaler Drogenanbau

Und nun das: Die Inselpolizei von Wangerooge hat nach Hinweisen eines Spaziergängers zwei Cannabispflanzen inmitten einer "dornenbewehrten Gegend" westlich des Inseldorfes entdeckt. Zwei! Sie steckten nach Polizeiangaben in Maurerkübeln.

Im Nordseeheilbad Wangerooge inmitten des idyllischen Wattenmeeres stört das die Sommerfrische. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (BTM) eingeleitet. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter der Telefonnummer 04469 - 205 zu melden.

Könnten unter den möglichen Zeugen auch hochrangige Politiker sein? Wie das Abendblatt berichtete, befanden sich unter den Sommergästen zuletzt auch Volksvertreter aus dem Norden, die eifrig Bilder bei Facebook und Instagram posteten.