Flugzeugunglück

Absturz auf A28 – Kirchseelte trauert um Bürgermeister

Einsatzkräfte stehen am Sonntag neben einem abgestürzten Sportflugzeug an der Autobahn A28 bei Hatten im Landkreis Oldenburg

Einsatzkräfte stehen am Sonntag neben einem abgestürzten Sportflugzeug an der Autobahn A28 bei Hatten im Landkreis Oldenburg

Foto: Markus Hibbeler / dpa

Ein Sportflugzeug stürzte bei Oldenburg auf die A28, dabei starb der Pilot. Der 69-Jährige war Bürgermeister der Gemeinde Kirchseelte.

Hatten/Oldenburg. Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs am Sonntag nahe der Autobahn 28 in Höhe der Ortschaft Hatten suchen Experten nach Hinweisen auf die Unfallursache. Am Montagmorgen hatten Techniker der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) den Motor aus der einmotorigen Propellermaschine ausgebaut. Das Wrack sei mittlerweile geborgen, der Motor solle zu Untersuchungszwecken zur BFU nach Braunschweig transportiert werden, teilte ein Sprecher der Bundesstelle mit.

Die Techniker suchen an der Unfallstelle und an weiteren Wrackteilen nach Hinweisen auf die Unfallursache. Einen Zwischenbericht zur Unfallursache werde es frühestens im Juni geben. Techniker und Polizei wollen nun Zeugen des Absturzes befragen.

Bei dem verstorbenen 69-jährigen Piloten des Kleinflugzeugs handelt es sich um den langjährigen Bürgermeister der Gemeinde Kirchseelte (Landkreis Oldenburg), Walter Raem. Dies bestätigte der stellvertretende Bürgermeister Klaus Stark am Montag. Der SPD-Politiker Raem war seit fast 14 Jahren Bürgermeister der Gemeinde Kirchseelte. Die Kommune trauert auf ihrer Internetseite um ihren Bürgermeister und spricht von einem „schrecklichen Unfall“.

Explosionsgefahr durch Kerosin

Die einmotorige Propellermaschine war am Sonntag in unmittelbarer Nähe der A28 aufgekommen und zwischen einen Wildschutzzaun und die Seitenleitplanke gekracht. Weil Kerosin ausgetreten war, bestand kurzzeitig Explosionsgefahr. Die A28 wurde nach dem Unfall zwischen Oldenburg-Ost und Hatten zwischenzeitlich voll gesperrt.

Außer dem tödlich verunglückten 69-Jährigen saßen eine Frau und zwei Männer in dem Kleinflugzeug. Alle drei wurden lebensgefährlich verletzt. Zu dem Gesundheitszustand der drei Überlebenden konnte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Delmenhorst keine neuen Angaben machen. „Sobald sie gesundheitlich dazu in der Lage sind, werden sie zum Hergang des Absturzes befragt“, sagte sie.

(dpa)