Unglück bei Oldenburg

Flugzeug-Absturz auf A28 – Experten untersuchen Wrack

Einsatzkräfte stehen am Sonntag neben einem abgestürzten Sportflugzeug an der Autobahn A28 bei Hatten im Landkreis Oldenburg

Einsatzkräfte stehen am Sonntag neben einem abgestürzten Sportflugzeug an der Autobahn A28 bei Hatten im Landkreis Oldenburg

Foto: Markus Hibbeler / dpa

Ein Sportflugzeug ist am Sonntag neben die Autobahn 28 gestürzt, dabei starb der Pilot. Experten befragen nun Zeugen des Unglücks.

Hatten.  Nach dem Absturz einer einmotorigen Propellermaschine an der Autobahn 28 haben Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) die Ermittlungen aufgenommen. Die Techniker hätten begonnen, den Motor des Flugzeugs auszubauen, sagte ein BFU-Sprecher am Montag.

Das Flugzeug wurde mittlerweile geborgen. Zudem untersuchten die Experten an der Unfallstelle Wrackteile und befragten Zeugen des Absturzes. Einen Zwischenbericht zur Ursache werde es frühestens im Juni geben.

Bei dem Absturz nahe Hatten im Landkreis Oldenburg starb am Sonntag der 69 Jahre alte Pilot. Eine 71-Jährige und zwei weitere Männer wurden lebensgefährlich verletzt. Über ihren Zustand wurde zunächst nichts bekannt.

Explosionsgefahr durch Kerosin

Alle Opfer stammen aus dem Raum Bremen. Nach dem Absturz mussten die Opfer zum Teil von den Einsatzkräften der Feuerwehr aus dem Wrack geschnitten werden. Zwei Insassen wurden von heraneilenden Autofahrern aus der Maschine gezogen. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in Oldenburg, Delmenhorst und Bremen gebracht.

Das Flugzeug war am Sonntagnachmittag vom Flugplatz Oldenburg-Hatten gestartet, kurz danach verunglückte es aus noch ungeklärter Ursache. Die Maschine kam in unmittelbarer Fahrbahnnähe auf - sie stürzte zwischen einen Wildschutzzaun und die Seitenleitplanke.

Die Opfer mussten von den Einsatzkräften der Feuerwehr aus dem Wrack geschnitten werden. „Weil Kerosin austrat, bestand kurzzeitig Explosionsgefahr. Diese konnte aber wenig später gebannt werden“, sagte Polizeisprecher Frank Böttger. Die Autobahn 28 war nach dem Unfall zwischen Oldenburg-Ost und Hatten vollgesperrt.

(dpa)