Gewerkschaftler fordert Umdenken in Wirtschaft und Gesellschaft

Foto: Stefan Bohlmann

Den rund 300 Zuhörern auf dem Lambertiplatz sprach Ralf Rademacher aus dem Herzen.

Lüneburg. Applaus brauste als der Vertreter des Landesbezirks Nord der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie sagte, die Leiharbeiter seien die Sklaven des modernen Kapitalismus. Rademacher war Hauptredner der Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am 1. Mai in Lüneburg.

Das Motto "Faire Löhne, gute Arbeit, soziale Sicherheit" griff der Gewerkschaftler auf. Er geißelte Arbeitgeber, die Tarifvereinbarungen umgehen und Arbeitsbedingungen verschlechtern als ,,vaterlandslose Gesellen", die das Grundgesetz brechen. "Lohndumping greift die Werte der Gesellschaft an. Wir brauchen ein Umdenken in Wirtschaft und Gesellschaft." Dazu gehöre nach seinen Worten unter anderem ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro