Klimaschutz

Buhck Gruppe: Aktivisten in Betriebshöfe eingedrungen

Klimaaktivisten sprayen auf dem Buhck-Gelände.

Klimaaktivisten sprayen auf dem Buhck-Gelände.

Foto: Privat

Die Azubis hatten die Aktion im Vorfeld abgesprochen: Sie besprühten Wege und beklebten Fahrzeuge. Was war ihre Absicht?

Wentorf.  Geschützt in der Dunkelheit, schwarz gekleidet und mit Kapuzen auf dem Kopf sind Klimaaktivisten in dieser Woche in die 20 Betriebshöfe der Buhck Gruppe eingedrungen. Hier haben sie riesige Fußabdrücke in Grün und den Schriftzug „Mission Klimaschutz. Mach mit. Jetzt.“ auf Wege und Zäune gesprüht. An Firmenfahrzeuge haben sie Plakate gehängt. Anzeige hat das Unternehmen aber nicht erstattet. Im Gegenteil, der Sicherheitsdienst war vorher informiert und die Aktion abgestimmt.

Klimaschutz: Azubis verbergen sich hinter den Aktivisten

Denn hinter den sogenannten Klimaaktivisten verbergen sich 30 Auszubildende der Buhck Gruppe, die mit dieser Graffiti-Aktion, die 1200 Mitarbeiter und Kunden der Buhck Gruppe beim Thema Klimaschutz sensibilisieren und aufrütteln wollen. „Mal etwas anderes als ein internes Rundschreiben. Unsere Azubis waren sofort dafür, mitzumachen“, sagt Elisa Weinert von der Unternehmenskommunikation, die die Aktion vorbereitet hat.

Umweltschutz ist dem Entsorgungsunternehmen und vielen Jugendlichen wichtig. „Die Fridays-for-Future-Generation wählt ihren Arbeitgeber nicht mehr nur nach der Bezahlung, sondern auch nach dem Nachhaltigkeitskonzept aus“, weiß Weinert. Wer in Sachen Umweltschutz gut aufgestellt ist, punktet auch beim Nachwuchs.

Buhck-Gruppe will bis 2030 klimaneutral werden

Die BuhckGruppe will bis 2030 mit eigenen Projekten klimaneutral werden. Ein wichtiger Baustein, um das Ziel zu erreichen, wird sein, den Fuhrpark mit 235 Lkw auf E-Mobilität umzustellen. „Der erste E-Lkw wird nächsten Monat auf unserem Betriebsgelände in Billbrook getestet“, sagt Weinert.

Den grünen Strom dafür produziert Buhck bereits selbst – mit einer Fotovoltaikanlage auf dem Hof. Deren Module seien CO₂-freundlich. „Wir recyceln Module und bereiten sie wieder auf. Damit sparen wir jährlich 37 Tonnen CO₂ ein“, sagt Weinert.

( uge )

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