Stadtradeln

178 Schwarzenbeker radelten fürs Klima

| Lesedauer: 3 Minuten
Monika Retzlaff
Das Team von Thorsten Schmidt (r.) legte die meisten Kilometer zurück: Nina Reimers ehrte außerdem Sigrun Kühn (l.) und Ben Juhre von „Kirche in Bewegung“ für den zweiten Platz.

Das Team von Thorsten Schmidt (r.) legte die meisten Kilometer zurück: Nina Reimers ehrte außerdem Sigrun Kühn (l.) und Ben Juhre von „Kirche in Bewegung“ für den zweiten Platz.

Foto: Monika Retzlaff

Glückwunsch! Die Teilnehmer haben fast 40.000 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt und damit sechs Tonnen CO2 vermieden.

Schwarzenbek.  Thorsten Schmidt fährt jeden Tag mit dem Fahrrad nach Mölln zu seinem Arbeitsplatz in einer Gießerei. Der 13-jährige Ben Juhre radelt jeden Morgen vom Stadtteil Nord-Ost zur Berliner Straße in die Schule. Sie und weitere 176 Schwarzenbeker nahmen in den vergangenen drei Wochen an der Aktion Stadtradeln teil. Sie erledigten zahlreiche Besorgungen nicht mit dem Auto, sondern mit dem Rad, unternahmen Ausflüge und längere Touren, erkundeten die Gegend und zählten als Einzelstarter oder in ihren Teams die gefahrenen Kilometer.

Das Ziel: CO2-Ausstoß vermeiden und so das Klima schützen sowie andere für das Radfahren begeistern. Auch Kommunalpolitiker waren aufgerufen, sich zu beteiligen. Vor allem um sich ein Bild zu machen, was verbessert werden muss, damit mehr Menschen öfter auf das Rad umsteigen. In Schwarzenbek machten fünf Politiker mit.

Stadtradel: Schwarzenbek macht beim Klimaschutz mit

Nun zog die Klimaschutzmanagerin der Stadt, Nina Reimers, Bilanz und zeichnete zusammen mit Bürgervorsteher Rüdiger Jekubik die Sieger aus. „Der Klimaschutz ist ein Thema, das uns jeden Tag berührt. Mich ärgert, dass im Bundestagswahlkampf viel zu wenig darüber diskutiert wurde und viel zu viel über Personalien“, kritisierte Jekubik. Er selbst nahm an der Aktion teil und unternahm unter anderem eine Tour mit Nina Reimers. Auf dem Tandem radelten sie nach Büchen.

Bei der Aktion, an der Schwarzenbek zum dritten Mal teilnahm, waren 24 Teams, bestehend aus Familienmitgliedern, Freunden, Vereinsmitgliedern, Kollegen und Freunden dabei. Sie legten insgesamt fast 40.000 Kilometer zurück, also fast einmal um den Äquator. Der Ausstoß von sechs Tonnen CO2 wurde dadurch vermieden.

Den ersten Platz belegen die "Biking Singers & Friends"

Für dieses Engagement wurden die Gruppen in verschiedenen Kategorien geehrt. Die meisten Teilnehmer hatte das Team „Kirche in Bewegung“ mit 51 Radlern. Sie hatten sogar ein Unterteam, „Konfis 2021“ mit sechs jungen Leuten, zu denen auch Ben Juhre gehört. Auf dem zweiten Platz kam die Equipe „Biking Singers & Friends“ der Schwarzenbeker Liedertafel mit 19 Teilnehmern, auf dem dritten Platz die Gruppe „Radsport im TSV“ mit 14 Aktiven.

In welchem Team legten die Teilnehmer die meisten Kilometer zurück? In dieser Kategorie kamen die „Biking Singers & Friends“ mit einem Schnitt von 495 Kilometer pro Teilnehmer auf den ersten Platz. Auf dem zweiten Rang landete der TSV Radwanderverein mit durchschnittlich 456 Kilometern pro Radler und auf Platz 3 kam die Gruppe „Radsport im TSV“ mit 395 Kilometern pro Radler. Die meisten Kilometer legte die Mannschaft „Biking Singers & Friends zurück. Sie schaffte 9399 Kilometer, gefolgt von „Kirche in Bewegung“ mit 8491 Kilometern und „Radsport im TSV“ mit 5535 Kilometern.

Acht Kommunen im Herzogtum Lauenburg haben beim Stadtradeln mitgemacht

In der Einzelwertung kam Frank Zander (1421 Kilometer) auf den ersten Platz. Ihm folgten Gudrun Kock (1189 Kilometer) auf dem zweiten Platz und Thorsten Schmidt (1117 Kilometer) auf den dritten Platz. Für sie gab es Gutscheine für Eis und eine Fahrradinspektion.

Im Herzogtum Lauenburg nahmen acht Kommunen an der Aktion teil. 1863 Teilnehmer radelten in den drei Aktionswochen in 196 Teams 322 426 Kilometer.