Lauenburg

Flatterhafte Stars und bunte Vögel

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Elke Richel

Ausstellung: Hunderte Besucher bestaunten am Wochenende die gefiederten Schönheiten

Karl-Heinz Lenz hat einen Vogel - und zwar einen großen. Dies zu behaupten ist in seinem Fall keine Beleidigung, denn auf den zehnjährigen "Tommy" ist er mächtig stolz. Der Araraune, wie dieser Papagei in Fachkreisen genannt wird, gehörte zu den rund 200 gefiederten Schönheiten, die am Wochenende bei der Vogelschau im Mosaik für Begeisterung sorgten.

Auch wenn "Tommy" eindeutig der Star der Ausstellung war: auch die anderen Vögel warben kreischend, piepsend oder zwitschernd um die Aufmerksamkeit der Besucher. Patrick und Tatjana Hartz hatten allerdings kaum ein Auge für das Geflatter, denn sie wollten den Gutschein einlösen, den sie ihrer Oma vor einiger Zeit geschenkt hatten. Schließlich lassen sich zwei Prachtrosellas nicht einfach so auf den Geburtstagstisch legen. Dass es die beiden Jungtiere gut haben werden, daran haben sie keinen Zweifel. Vor vierzig Jahren hatte die Großmutter einen Papagei zur Hochzeit bekommen, jetzt ist das Tier gestorben. Den alten Käfig zu entsorgen, wäre der alten Dame nicht in den Sinn gekommen, und so werden sich die beiden noch namenlosen Vögel bald zu Hause fühlen.

Nicht alle Tierfreunde bringen so viel Erfahrung mit, weiß Hans-Werner Hümpel. Der Chef des Lauenburger Vogelzuchtvereins und seine Mitstreiter hatten die traditionelle Schau auf die Beine gestellt und waren gefragte Experten in Sachen Vogelhaltung. Mitunter mussten sie die Euphorie des einen oder anderen Besuchers ein wenig bremsen, der sich Hals über Kopf "tierisch" verliebte und spontan die Brieftasche zückte. "So Kauf will gut überlegt sein. Schließlich werden viele der Vögel uralt und brauchen auch während des Familienurlaubs Pflege. Lieber ein paar Nächte darüber schlafen", rät Hümpel immer.

Um tierischen Nachwuchs brauchen sich die 20 Vereinsmitglieder keine Sorgen machen, denn die Lauenburger Vogelfreunde sind bekannt für ihre Zuchterfolge. Anders sieht es da schon beim menschlichen Nachwuchs aus. Wer Interesse an der Arbeit des Vereins hat, kann sich bei Hans-Werner Hümpel unter Telefon (0 41 53) 5 55 62 informieren.

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