Hochseeinsel

Das sind die Wasserstoff-Pläne für die Insel Helgoland

Die Hochseeinsel Helgoland ist aus einem Flugzeug heraus zu sehen (Archivbild).

Die Hochseeinsel Helgoland ist aus einem Flugzeug heraus zu sehen (Archivbild).

Foto: Marcus Brandt/dpa

Der umweltfreundliche Wasserstoff könnte die Insel mit Wärme versorgen. Bürgermeister ist begeistert von der Idee.

Helgoland.  Wird die Hochseeinsel Helgoland zum Wasserstoff-Sammelpunkt? Um diese Frage wird es bei dem heute beginnenden Wirtschaftsforum Offshore auf der Insel gehen. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) hält eine Wasserstoffproduktion direkt an Offshore-Windkraftanlagen für sehr sinnvoll. Die Herstellung von Wasserstoff aus Wasser ist energieaufwendig, diese Energie könnte der Wind auf hoher See liefern. Buchholz sagte: „Der Wasserstoff könnte dort gelagert und dann abtransportiert werden.“

Und da kommt Helgoland ins Spiel. In der Umgebung der Insel gibt es mehrere große Offshore-Windparks. Würde man sie mittels einer Pipeline mit Helgoland verbinden, könnte der umweltfreundliche Wasserstoff die Insel etwa mit Wärme versorgen. Denkbar wäre auch, ihn auf Tanker zu bringen und auf dem Seeweg abzutransportieren.

Helgolands Bürgermeister, ist begeistert von der Idee

Jörg Singer, Helgolands Bürgermeister, ist begeistert von der Idee. „Wir stehen noch ganz am Anfang, aber ich kann mit vorstellen, dass es in fünf Jahren eine Pilotanlage geben wird“, sagte er.

Der Aufbau von Anlagen, die Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten, ist aufwendig und kostenintensiv. Es würden also hohe Anfangskosten anfallen. Sie sinken allerdings, je weiter der Produktionsstandort vom Festland entfernt ist. Denn auf hoher See weht dauerhaft Wind, weshalb dort viel Energie erzeugt wird.

Denkbar wäre auch eine Stromgewinnung durch Wellenenergie oder Gezeitenkraftwerke, die die Wasserströmungen bei Ebbe und Flut nutzen. Alte Öl- und Gasplattformen können als Standorte für die Wasserstoffproduktion genutzt werden.