"MSC Meraviglia"

Deutsche (40) stirbt nach Sturz von Kreuzfahrtschiff

Die "MSC Meraviglia" verlässt die Kieler Förde (Archivbild)

Die "MSC Meraviglia" verlässt die Kieler Förde (Archivbild)

Foto: imago images / penofoto

Die "MSC Meraviglia" war auf dem Weg nach Kiel. Eine Helikopter-Besatzung rettete die Frau aus dem Skagerrak. Nun starb sie.

Kiel/Skagerrak. Eine dramatische Rettungsaktion am Freitag im Skagerrak hat ein trauriges Ende genommen: Auf der Rückfahrt der "MSC Meraviglia" von einer malerischen Kreuzfahrt durch die norwegischen Fjorde ist am Mittag eine deutsche Passagierin über Bord gegangen. Am Abend erlag die 40 Jahre alte Frau hren schweren Verletzungen.

Das Kreuzfahrtschiff war am letzten Tag der einwöchigen Schiffsreise auf dem Weg von Flam (Norwegen) nach Kiel. Im Seegebiet Skagerrak – dort, wo Nord- und Ostsee aufeinandertreffen – geschah das Unglück, etwa 35 Kilometer vom norwegischen Kristiansand entfernt. Der Kapitän setzte um 12.45 Uhr einen Notruf ab.

Ein dänischer SAR-Hubschrauber sowie sieben Schiffe, darunter ein deutsches Containerschiff, machten sich in dem Gebiet auf die Suche nach der Vermissten. Etwa zweieinhalb Stunden später gab es die kaum für möglich gehaltene Meldung: Die Frau wurde lebend gefunden.

Kreuzfahrt-Passagierin war "stark unterkühlt"

"Wir haben uns aus dem Hubschrauber abgeseilt und sie aus dem Wasser gerettet", sagte ein Sprecher der Joint Rescue Coordination Centre (JRCC), die dänische Seenotrettungsgesellschaft, dem Abendblatt. Sie habe im Wasser Lebenszeichen gezeigt, sei jedoch in einem schlechten Zustand gewesen. "Sie war stark unterkühlt", sagte der Sprecher weiter. Nach Angaben der norwegischen Seenotrettungszentrale in Sola, die die Rettungsoperation koordiniert hat, lag die Wassertemperatur zu dem Zeitpunkt bei kaum mehr als 12 bis 14 Grad Celsius.

Wie die Reederei MSC am Abend auf Anfrage des Abendblatts mitteilte, erlitt die Frau bei dem Sturz schwerste Verletzungen. Sie wurde in ein Krankenhaus nach Aalborg (Dänemark) geflogen und verstarb dort am Abend. "Wir sind zutiefst betroffen von diesem Vorfall und sprechen der Familie und den Betroffenen unser aufrichtiges Beileid aus", teilte die Reederei mit. Ein Ermittlungsergebnis der Polizei steht noch aus.