Party und Prügelei

Ausflügler legen bei Vatertagstour Zugverkehr lahm

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Betrunkene Männergruppen haben die Polizei am Vatertag auf Trapp gehalten. Eine Partygesellschaft legte den Zugverkehr zwischen Hamburg und Lüneburg nahm. In Rostock griff eine Gruppe zwei Busfahrer an.

Buchholz/Rostock/Lübeck. Alkoholisierte Vatertagsausflügler haben zu Christi Himmelfahrt auch in diesem Jahr wieder für zahlreiche Polizeieinsätze in Norddeutschland gesorgt. In vielen Regionen blieb es zwar ruhiger als im Vorjahr, wie die Polizeidirektionen mitteilten. Doch hatten es die Beamten mit zahlreichen Prügeleien, Verletzten sowie alkoholbedingten Stör- und Unfällen zu tun.

Im Landkreis Harburg (Niedersachsen) gerieten mehrere Betrunkene aneinander. Ein 19-Jähriger aus Welle etwa, der unter dem Einfluss von rund 2,5 Promille Alkohol stand, erhielt mehrere Schläge ins Gesicht, weigerte sich aber von Rettungssanitätern behandeln zu lassen. Danach schlug er selbst in zwei Fällen zu, was ihm gleich drei Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung einbrachte. Der junge Mann kam in einer Buchholzer Zelle in Gewahrsam, bis ihn seine Eltern abholten.

In einem weiteren Fall warf ein laut Polizeiangaben äußerst aggressiver 22-Jähriger aus Tostedt einem anderen Mann einen Stein ins Gesicht. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen an den Zähnen. Der Angreifer erhielt eine Strafanzeige.

Partygesellschaft legt Bahnverkehr lahm

Im Winsener Ortsteil Grevelau feierten rund 200 Vatertagsausflügler am Nachmittag an einer Bahnbrücke. Dabei gingen einige von ihnen auf die Gleise, so dass die Bahnstrecke Hamburg-Lüneburg kurzfristig für den Zugverkehr komplett gesperrt werden musste. Über zwei Stunden dauerten die Störungen an, sagte ein Polizeisprecher.

In der Nähe von Winsen wurde ein alkoholisierter Fahrradfahrer leicht verletzt, als er in einen Feldweg einbog. Der Mann hatte einen entgegenkommenden Motorradfahrer übersehen. Die Polizei zeigte ihn daraufhin wegen Trunkenheit im Straßenverkehr an.

Stecherei und Attacke auf Busfahrer in Rostock

In Mecklenburg-Vorpommern kam es am Donnerstag zu mehreren schweren Ausschreitungen. Bei einer Schlägerei zwischen zwei Männergruppen trug ein Mann in Rostock eine Stichverletzung davon. Wie die Polizei mitteilte, entwickelte sich aus einem anfänglichen Streit mit Worten eine Auseinandersetzung, bei der mehrere Männer aufeinander einschlugen. Einer von ihnen ging dabei zu Boden und bemerkte eine blutende Wunde am Rücken. Der Notarzt stellte später eine Stichverletzung fest. Lebensgefahr bestand jedoch nicht. Zwei Männer flüchteten noch vor Eintreffen der Polizei. Ob die Verletzung mit einem Messer zugefügt wurde, war am Freitagmorgen noch unklar.

Ebenfalls in Rostock randalierte eine Gruppe betrunkener junger Männer in zwei Bussen und griff die Busfahrer an. Wie die Polizei mitteilte, öffneten sie am Donnerstag gewaltsam die Türen der beiden haltenden Fahrzeuge. Danach beschimpften und bespuckten sie die Fahrer. Auch die Brille eines Fahrgastes und ein Außenspiegel wurden bei der Aktion beschädigt. Die Männer flüchteten. Später stellte die Polizei vier Verdächtige, auf die die Beschreibungen der Busfahrer passten.

Auch in Schleswig-Holstein war die Polizei mit deutlich mehr Personal im Einsatz als sonst. Größere Vorfälle blieben bis auf einzelne Schlägereien aber aus.

( (HA/dpa) )

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