Tief "Daisy" über Norddeutschland

Schneechaos ist bislang ausgeblieben

Foto: dpa / dpa/DPA

Keine wetterbedingten Behinderungen im größten Teil Deutschlands. Kaum Neuschnee in Norddeutschland, die Verkehrslage ist ruhig.

Berlin/Hamburg. Das befürchtete Schneechaos ist in Deutschland bislang ausgeblieben. Sturmtief „Daisy“ sorgt derzeit nur für leichte Behinderungen auf mehreren Kreis- und Landesstraßen an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Im größten Teil des Landes, darunter auf Autobahnen und Bundesstraßen, gab es bis zum Vormittag keinerlei Behinderungen.

Auch Berlin hat bisher das Wettertief „Daisy“ verschont. In der Nacht zum Sonnabend fiel in der Hauptstadt nur wenig Neuschnee. Auf den Straßen rollte der Verkehr deswegen unbehindert,

Starke Schneefälle und Schneeverwehungen durch das Tief "Daisy" sorgten allerdings vor allem im Süden örtlich für Verkehrsbehinderungen. Der Grenzübergang zu Frankreich im baden-württembergischen Neuenburg wurde gesperrt. Vor der Grenze stauten sich auf der Autobahn A5 nach Angaben der Autobahnpolizei in Weil am Rhein rund 500 Lastwagen.

Auf dem Frankfurter Flughafen wurden seit Mitternacht 150 Flüge gestrichen. Gestrandete Passagiere wurden nach Angaben eines Flughafensprechers in umliegenden Hotels untergebracht. Bei der Bahn gab es nach Angaben eines Sprechers bislang keine größeren Beeinträchtigungen.

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Das Haupt-Niederschlagsgebiet des Tiefs lag am Vormittag über der Mitte Deutschlands und erstreckte sich vom Rheinland bis nach Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen. Für diese Gebiete wie auch für die Ostseeküste galt weiter die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes.

Besonders für den Mittelgebirgsraum und die nördlich angrenzenden Gebiete sowie den Nordosten Deutschlands sagte der Wetterdienst bis zu 15 Zentimeter Neuschnee innerhalb von zwölf Stunden voraus. Bei gleichzeitigen stürmischen Windböen um 70 km/h könne es Schneeverwehungen geben.

Das Tief war in der Nacht über Süddeutschland gezogen. Die größten Verkehrsbeeinträchtigungen gab es auf der A5 in Baden-Württemberg. Dort baute sich nach Grenze zu Frankreich ein massiver LKW-Stau auf. Am Morgen warteten über 500 Lastwagen darauf, ins Nachbarland einreisen zu können. Die französischen Behörden öffneten die Grenze allerdings nach Angaben der deutschen Autobahnpolizei immer wieder kurzfristig und ließen dabei jeweils rund zehn Wagen passieren. Sollte dies anhalten, könne es Tage dauern, bis der Stau abgebaut werde.

Auf dem größten deutschen Flughafen in Frankfurt wurden bislang 150 der knapp 1300 geplanten Flugverbindungen gestrichen. Das Parallel-Start- und Landebahnsystem sei in Betrieb, sagte ein Sprecher. Es müsse aber mit Verspätungen und Beeinträchtigungen gerechnet werden. Am Freitagabend war auf dem Flughafen Nürnberg eine Passagiermaschine von der Starbahn gerutscht. Verletzt wurde niemand.