Lebensretter im Haus

Rauchmelder von Staub befreien: Bitte nichts rauspusten

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dpa
Kleines Gerät mit großer Wirkung: Ein Rauchmelder kann bei Bränden daheim dazu beitragen, Leben zu retten.

Kleines Gerät mit großer Wirkung: Ein Rauchmelder kann bei Bränden daheim dazu beitragen, Leben zu retten.

Foto: dpa

In den meisten Häusern sind Rauchmelder inzwischen Pflicht. Das hilft aber wenig, wenn sie nicht funktionieren, wie sie sollten. Zum Rauchwarnmeldertag am Freitag, 13. August, gibt es nun Pflegetipps.

Berlin. Rauchmelder retten oft Leben - aber man darf sich nicht auf sie verlassen, wenn man sie nicht regelmäßig säubert. Denn liegt Staub auf der optischen Sensorik des Melders, kann diese keinen Rauch mehr wahrnehmen. Das Forum Brandrauchprävention rät daher, die kleinen Geräte an den Zimmer- und Flurdecken regelmäßig zu säubern, den Staub dabei aber weder auszusaugen noch die Geräte durchzupusten.

Denn der Staubsauger durchpustet den Rauchmelder mit einem so starken Luftstrom, dass sich kleine Teile der Elektrik im Inneren lösen könnten, erklären die Experten. Zwar ist der Luftsog geringer, wenn ein Mensch ins Gerät hinein pustet, aber auch dies könnte die Situation verschlimmern: Schmutz, der sich im Gerät befindet, könnte dann erst recht ins Innere getrieben werden und die Sensorik belegen.

Besser ist es daher, die Verschmutzungen mit einem leicht feuchten Tuch oder mit einem Staubwedel zu entfernen.

Batterieladung regelmäßig überprüfen

Zudem ist es wichtig, regelmäßig die kleine Prüftaste am Rauchmelder zu testen. Ertönt kein Ton, müssen die Batterien ausgetauscht oder im Fall von verschweißten Batterien das ganze Gerät erneuert werden.

Eine nachlassende Akkuladung deutet sich aber im besten Fall auch von selbst an. Dann gibt das Gerät regelmäßig einen Warnton ab, der aber in der Regel gemäßigter ist als ein tatsächlicher Feueralarm. Wie das im Vergleich klingt, lässt sich auf der Onlineseite des Forums Brandrauchprävention unter www.rauchmelder-lebensretter.de hören .

Installationspflicht in allen Bundesländern

Sinnvoll kann es auch sein, regelmäßig zu schauen, wo der Rauchmelder eigentlich hängt. Wurden zwischenzeitlich Möbel verrückt? Denn das Gerät funktioniert in der Regel nur dann einwandfrei, wenn es 50 Zentimeter Abstand zu Hindernissen hat, die den Rauch von dem Melder fernhalten könnte. Details finden sich in der Herstelleranteilung.

In Deutschland ist es in allen Bundesländern Pflicht, Rauchmelder nach Neu- und Umbauten aufzuhängen. Aber auch in bestehenden Wohnhäusern ist dies vorgeschrieben, ausgenommen in Sachsen.

Vorgesehen ist die Installation in Schlafzimmern, Kinderzimmern und Fluren, die als Rettungswege gelten. In Berlin und Brandenburg sind zudem Rauchmelder im Wohnzimmer vorgeschrieben. In Baden-Württemberg gilt dies für alle Raume, in denen Menschen schlafen - also auch zum Beispiel für Wohnzimmer, in denen gelegentlich Gäste übernachten.

© dpa-infocom, dpa:210812-99-818043/2

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( dpa )