Adventszeit

Originelle Ideen für selbstgemachte Adventskalender

Mithilfe von Designfolie in Gold und Grün verwandelte sich eine simple Spanplatte zu einem edlen Adventskalender.

Mithilfe von Designfolie in Gold und Grün verwandelte sich eine simple Spanplatte zu einem edlen Adventskalender.

Foto: d-c-fix® Designfolien

Dieses Mal soll es in der Vorweihnachtszeit besonders schön sein? Überraschen Sie doch Ihre Lieben Tag für Tag mit Komplimenten.

Hamburg.  „Deine Ecken passen gut zu meinen Kanten“, „Du bist süßer als Schokolade“ oder „Du wirst von Tag zu Tag hübscher und siehst heute schon aus wie nächste Woche!“ – solch lieb gemeinten Botschaften haben doch Potenzial, einem in der grauen und nasskalten Jahreszeit ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, nicht wahr?

Warum also nicht solche Botschaften mittels eines selbst gebastelten Adventskalenders an seine Lieben übermitteln?! Kostet nicht die Welt und ist eine wundervolle Art, Kinder, Freunde oder Partner ebenso wie sich selbst auf das Fest einzustimmen.

Und noch sind es gut zwei Wochen, um mit einem sehr persönlichen Kalender zu überraschen. Zu finden ist diese schöne Anregung in dem Buch von Anne-Catherine Gerets, „Insta Interior – Einfach, schnell & kreativ einrichten“ (DVA, 25 Euro).

Das Unperfekte hat Charme

Und wer jetzt denkt, Basteln und so liegt ihm nicht, dem hält die sympathische Bloggerin aus Antwerpen in ihrem Vorwort entgegen: „Es sind die Unvollkommenheiten, die dafür sorgen, dass es gemütlich, ansprechend und authentisch in unseren Wohnungen wird.“

Außerdem sind wir Deutschen „eine Nation der Heimwerker und Bastler“, wie der BHB-Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten auf Nachfrage bestätigt. Jeder der circa 80 Millionen Deutschen investiere annähernd 550 Euro im Jahr, um Heimwerkerprojekte in Haus, Wohnung oder Garten umzusetzen, teilt Sprecher Christoph Schley mit.

Das passt doch gut zu dem Ergebnis einer aktuellen Umfrage von YouGov, einem Online-Marktforschungsinstitut. Danach kauft bereits jeder Fünfte einen Kalender zum Selberbefüllen. 27 Prozent der Befragten gaben an, neben Schokolade auch kleine Geschenke für den Kalender auszuwählen.

Botschaften in Papiertüten

Und die lassen sich, wie Gerets’ Vorschlag zeigt, manchmal ganz einfach und schnell kreieren. Um Komplimente zu übermitteln, braucht man beispielsweise nicht mehr als einen guten Stift und idealerweise schönes Papier – und versteckt die Botschaften anschließend in 24 kleinen Papiertüten.

Die müssen dann noch gelocht werden, damit sie mittels Jutegarn und buntem Washi-Tape an die Wand geklebt werden können – fertig ist ein ganz auf den Beschenkten zugeschnittener Kalender. Wer will, kann auf die Tüten auch noch Fotos kleben. „Auf diese Weise überrascht ihr einander an jedem Tag der Weihnachtszeit“, schreibt Anne-Catherine Gerets – und recht hat sie.

Eine andere schöne Idee liefert die Do-it-yourself-Academy in Köln. Sie zeigt, wie sich aus 24 Pappbechern, bunten Stoffresten oder Krepppapier, Haushaltsgummis und einem Lampenring oder Stickrahmen ein schwebender Adventskalender zum Befüllen zaubern lässt.

Nur eine von vielen Ideen, die Hobbybastler auf der Homepage der Academy in schrittweisen Anleitungen kostenlos zum Advent, zum Fest und zu allen anderen sonstigen Anlässen abrufen können. Bunt und fröhlich geht’s auch zu, wenn Dosen oder Gläser mit Klebefolie verziert werden.

Designfolie auf Spanplatte

Vier schöne Anregungen hat die Konrad Hornschuch AG aus Weißbach, Hersteller von d-c-fix-Designfolie, auf ihrer Homepage unter www.d-c-fix.com/adventskalender hinterlegt.

So wird dort beispielsweise gezeigt, wie man einen „Goldbaum“ aus einer Spanplatte aus dem Baumarkt zaubert. Die einfach mit einer entsprechenden Folie bekleben, darauf einen stilisierten, dreieckigen Baum aus grüner Folie mittig platzieren und aus goldener Folie dann kleine Schachteln basteln, in die kleine Leckereien oder anderes passen.

Das Ganze noch mit einer prächtigen Sternspitze versehen – und fertig ist dieser Do-it-yourself-Baum. Denkbar sind auch stylishe Varianten wie ein Marmorbaum in Weiß und Schwarz oder ein Geschenkehaus, bei denen die vielen Päckchen wie kleine Fenster aussehen, die nur darauf warten, geöffnet zu werden.

Dosen hängend am Ast

Es gibt auch eine Last-minute-Variante, bei der leere Blechdosen nach Lust und Laune zu bunten „Türchen“ verwandelt werden und diese dank eines Lochs jeweils am Rand lässig an einem hübschem Band oder einer Kordel von einem Ast (lackiert oder unbehandelt) herunterhängen.

Auch diese Idee lässt sich schnell umsetzen: Einfach ein Weckglas nehmen, dieses schön verzieren und darin 24 Botschaften (Stichwort Komplimente) auf schönem, eingerolltem Papier verbergen.

Viel aufwendiger ist da schon dieser Kalender, vorgestellt auf Pinterest, der schon fast einem Designerstück Konkurrenz machen könnte: ein Kalender, gebastelt aus mehreren alten Jeanshosen. In diesem Fall ist also Nähen angesagt. Genaueres dazu hat Heidi Walter auf ihrem Blog „Meine bunte Wunderwelt“ hinterlegt.

Alte Jeans an der Wand

Dort berichtet sie, wie ihre Mutter für ihre Tochter – Oma hat sich in diesem Fall als überaus kreativ erwiesen! – Taschen in diversen Formaten von alten Hosen auf Jeans genäht hat.

Clou dabei: In jeder Tasche steckt ein kleines Päckchen, das geöffnet werden will. Das Ganze ist zudem noch mit Tannen- und Fichtenzweigen, Adventskalender-Buttons (gibt es in vielen Dekoläden) und bunten Bändern in Gold oder Silber verziert.

Wer so etwas an der Wand hängen hat, erfreut sich schon am bloßen Anblick eines solchen Kalenders. Und wie schön, dass sich auch bei dieser Variante problemlos der Vorschlag umsetzen lässt, das Warten auf den eigentlichen Festtag mit Komplimenten statt Kalorienhaltigem zu versüßen.

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