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Teich, Brunnen oder Pool – So verschönert man seinen Garten

Quellsteine auf Kiesbett, ein schönes Beispiel aus dem Buch „Wasser. Ideen für den Garten“.

Foto: blv / BLV Buchverlag

Quellsteine auf Kiesbett, ein schönes Beispiel aus dem Buch „Wasser. Ideen für den Garten“. Foto: blv / BLV Buchverlag

Das Geräusch von plätscherndem Wasser beruhigt und entspannt. Ein Brunnen ist nur eine Option, um sich auf eigenem Grund zu erholen.

Hamburg.  Ob spielerisch, elegant, klassisch oder modern, stehend oder lebhaft sprudelnd, architektonisch oder naturnah: Die vielen Einsatzmöglichkeiten von Wasser bereichern jeden Garten.

Das Spektrum reicht vom Schwimmteich über Bachläufe und Brunnen bis hin zum Wasserbecken oder Pool. Für den kleinen Garten oder die Terrasse eignen sich Wasserspiele umgesetzt mit Sprudel- und Quellsteinen.

Man kann aber auch ganz einfach eine Wasserpumpe in einen Maurereimer stellen, diesen in den Boden einlassen und das Umfeld drum herum mit Kieseln oder Blumen schön arrangieren – schon hat man einen kleinen Brunnen, der vielleicht sogar mit einer kleinen Fontäne erfreut und der Tierwelt zugleich als Trinkquelle dient.

Spiegelungen bringen den Himmel auf die Erde

Darüber hinaus sind für kleine Grundstücke formale Becken oder Rinnen mit klaren Konturen geeignet. Da sie meistens nur wenig oder gar nicht bepflanzt werden, spiegelt sich in ihrer Wasserfläche bei gutem Wetter der Himmel.

Dadurch erweitern sie den möglicherweise beengten Gartenraum nach oben. Dies alles sind Optionen, die sich auch für eine Dachterrasse oder einen kleinen Vorgarten eignen. Insbesondere wandhängende Brunnen können hier zum Hingucker werden.

Bei der Auswahl von Brunnen und Material sollte man den jeweiligen Standort und die Gartenarchitektur berücksichtigen, rät Sebastian Gauger von Gauger-Design.

Der Hamburger Unternehmer bietet über seine Firma am Ochsenwerder Norderdeich vor allem Wasserspiele und Brunnen aus eigener Werkstatt an. „Im Trend liegen zurzeit vor allem Kreationen aus Edelstahl und Cortenstahl“, sagt Gauger. Letzteres sei eine Legierung aus Kupfer, Chrom und Nickel und besonders witterungsbeständig.

Das Material wechselt seine Farbe in den Jahren

„Cortenstahl bildet eine Schutzschicht, die verhindert, dass das Material darunter rosten kann“, erläutert der Firmeninhaber. Das bewirke einen faszinierenden dekorativen Effekt, denn der Brunnen wechsle in den ersten Jahren immer wieder seine Farbe – von gelblich-braun über orangerot bis hin zu dunkelviolett und braun.

Aber auch Edelstahlbrunnen sind sehr langlebig, ihre Optik lässt sich durch eine zusätzliche LED-Beleuchtung auf Wunsch noch steigern – ein toller Blickfang in den Abendstunden.

Granit, ebenfalls sehr robust, wird gern verwendet, wenn es gilt, einem Standort ein fernöstliches Flair zu verleihen.

Ein Traum für viele ist – insbesondere bei großer Hitze – der eigene Swimmingpool im Garten. Im Winter jedoch bietet das leere Becken meist einen eher traurigen Anblick. Eine Alternative dazu sind Schwimmteiche, die in die natürliche Gartenarchitektur eingebettet werden.

Sonnigen Standort für den Teich wählen

Die lebendigen Biotope kommen ohne chemische Zusätze aus, denn die Aufgabe der Wasserreinigung übernehmen Wasserpflanzen.

Der Gartenteich sollte an einem sonnigen Standort platziert werden, da Wasserpflanzen normalerweise viel Licht benötigen. Zudem sollten möglichst keine größeren Laubbäume in der Nähe des Teichs stehen. Denn herabfallendes Laub könnte das biologische Gleichgewicht des Biotops negativ beeinflussen.

Für die Uferzone bieten sich anspruchslose und pflegeleichte Gräser wie Bambus, Chinaschilf und Pampasgras an. Sie rahmen den Teich ein und übernehmen eine wichtige Filterfunktion für das Wasser.

Der weitaus größte Teil aller Gartenteiche und Bachläufe ist mit Folie abgedichtet. Diese ist so flexibel, dass fast jede Form möglich ist. Ökologisch unbedenklicher als Folie ist die naturnahe Alternative des Lehmteichs, bei der der Teichgrund mit Lehm oder Ton abgedichtet wird.

Beim Lehmteich kommt keine Folie zum Einsatz

„Allerdings ist hierbei mit einem höheren Zeit- und Kostenaufwand zu rechnen“, sagt Tim Albrecht von Busse, Inhaber von Albrecht Garten- und Landschaftsgestaltung in Hamburg-Bergstedt. Dafür bleibt der vergleichsweise langlebigere Teich frei von Chemikalien und Giftstoffen – eine ideale Lebensgrundlage für Tiere und Pflanzen, zumal die Übergänge zwischen Teich und Ufer fließend gestaltet werden können.

Die Wahl für einen Folien- oder Lehmteich sollte abhängig vom Standort und der dortigen Erde erfolgen.

Die beste Zeit, um einen Teich anzulegen, ist übrigens das Frühjahr. Die Kosten für das Anlegen eines Teichs durch einen versierten Fachmann liegen pro Quadratmeter bei etwa 1000 Euro.

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