Wasserstoffbusse als Stromfresser

In der HafenCity könnte ein "Wasserstoff-Cluster" entstehen, das Modellcharakter für Europa hat. Dafür plädiert unter anderem der Energieversorger Vattenfall. Und die HHA setzt bereits heute Zeichen, in dem sie ihre Flotte der Wasserstoff-Busse von drei auf neun aufstockte. Doch deren Treibstoff wird energieaufwendig mit (Öko-)Strom hergestellt. Täglich verfährt jeder Bus eine Wasserstoffmenge, deren Produktion zuvor gut 2000 Kilowattstunden Strom verbrauchte - fast so viel wie ein zwei-Personen-Haushalt im Jahr. Für einen Normkubikmeter H2 sind fünf Kilowattstunden Strom nötig, um die Wassermoleküle (H2O) in Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) zu zerlegen. Stündlich wurden bislang auf dem Betriebshof der HHA - für insgesamt drei Busse - 60 Kubikmeter oder 5,4 Kilogramm Wasserstoff hergestellt. Jeder Bus legt täglich eine Strecke von 200 bis 220 Kilometer zurück und verbraucht dafür zwischen 40 und 44 Kilogramm Wasserstoff. Das entspricht ungefähr einem Diesel-Verbrauch von 100 Liter auf 100 Kilometer.

© Hamburger Abendblatt 2018 – Alle Rechte vorbehalten.