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Tag des Wissens findet erstmalig in Hamburg statt

Eine Forscherin entnimmt einem Laborgefäß Testflüssigkeit (Symbolbild)

Foto: picture alliance/ dpa

Eine Forscherin entnimmt einem Laborgefäß Testflüssigkeit (Symbolbild)

Ein umfangreiches Programm mit rund 50 kostenfreien Veranstaltungen von insgesamt 23 Einrichtungen erwartet die Besucher.

Hamburg.  Wie tricksen Erreger unsere Zellen aus? Ist barfuß joggen gesund? Was passiert in einem virtuellen Hospital? – Antworten auf diese Fragen bietet der Tag des Wissens, der am kommenden Sonnabend, 14–19 Uhr, das erste Mal in Hamburg stattfindet. Ein umfangreiches Programm mit rund 50 kostenfreien Veranstaltungen von insgesamt 23 Einrichtungen erwartet große und kleine Besucher ab sechs Jahren im Campus Lehre auf dem Gelände des Universitätsklinikums Eppendorf. Geplant sind unter anderem Vorträge, Diskussionen, Experimente und Mitmachaktionen. Zusätzlich gibt es ein gesondertes Kinderprogramm, unter anderem mit einem Wissens-Quiz und einem Pipettier-Wettbewerb.

Viele Hamburger kennen bereits die Nacht des Wissens, die alle zwei Jahre in Hamburger Forschungseinrichtungen stattfindet. "Aber um unser politisches Ziel, Wissenschaft sichtbarer zu machen, brauchen wir noch eine zusätzliche Möglichkeit" sagte Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank. Deswegen soll künftig in den Jahren, in denen keine Nacht des Wissens stattfindet, ein Tag des Wissens den Hamburgern spannende Forschungsthemen näherbringen.

Der erste Tag des Wissens steht unter dem Motto Life Sciences (Lebenswissenschaften). Anlass dafür ist die Verleihung des Hamburger Körber-Preises an den niederländischen Stammzellforscher Hans Clevers, am Mittwoch im Hamburger Rathaus. Wer dieser Forscher ist und wofür er den renommierten Preis gewonnen hat, ist eines der Schwerpunktthemen auf dem Tag des Wissens.

Dabei verbirgt sich hinter dem Begriff Lebenswissenschaften weit mehr als die Forschung in der Medizin und der Biologie. "Ob eine virtuelle Reise durch den hellsten Röntgenlaser der Welt, ein Selbsttest im Lügendetektor oder eine Diskussion zur Stammzellforschung – der Tag des Wissens (Life Sciences) bietet Wissenschaft zum Anfassen und Mitmachen und Zugang zu aktuellsten Forschungsergebnissen auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften", sagte Fegebank.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Live-Schaltung aus dem Hörsaal im Campus Lehre zu der UKE-Wissenschaftlerin Sonja Schrepfer, die in einem Forschungsprojekt in Kalifornien die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf das Gefäßsystem von Astronauten untersucht.

Zum Abschluss des Tages stellen drei junge Wissenschaftler in einem einstündigen Science Slam von 18–19 Uhr ihre Forschungsprojekte vor. Am Ende entscheidet dann das Publikum, wer von den dreien den Wettbewerb gewonnen hat.

Das gesamte Programm am Tag des Wissens ist im Internet unter www.tagdeswissens.de zu finden.

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