Hamburg

Spektakulärer Vollmond strahlt zum Weihnachtsfest

Der Vollmond ist nur zu sehen, wenn das Wetter mitspielt (Archivbild)

Der Vollmond ist nur zu sehen, wenn das Wetter mitspielt (Archivbild)

Foto: Picture Alliance

Seltenes Schauspiel könnte sich in Hamburg an den Weihnachtstagen bieten. Das gab es zuletzt 1977 und ist erst 2034 wieder zu sehen.

Hamburg. An diesem Weihnachtsfeiertagen steht ein spektakulärer Vollmond am südlichen Himmel. Es sei der höchste und am längsten sichtbare Vollmond des Jahres, sagte Thomas Kraupe, Direktor des Hamburger Planetariums. Zuletzt gab es 1977 einen Vollmond zu Weihnachten, das nächste Mal soll es erst im Jahr 2034 wieder so weit sein. Schon Heiligabend ist der Mond „fast voll“ und steht über dem Sternbild Orion.

"Am 25. Dezember, dem ersten Weihnachtsfeiertag, ist der Dezember-Vollmond erreicht, im Sternbild Zwillinge, hoch über Sirius. Dieses Jahr sorgt also ein „Weihnachtsvollmond“ für einen festlichen Himmelsschmuck – die ganze Nacht ist er am Himmel – mitten im Wintersechseck", sagt Kraupe. "Da er sich nur wenige Tage nach der Wintersonnwende des 22. Dezember ereignet, ist der Vollmond nahezu gegenüber liegend, also ganz nahe dem nördlichen Gipfelpunkt des Tierkreises platziert. So wird uns zu Weihnachten die längste Vollmondnacht des Jahres mit dem höchsten Vollmond des Jahres geschenkt."

Wetter muss mitspielen

Damit der Vollmond über Hamburg auch zu sehen ist, muss nur das Wetter mitspielen. Zwar werden die Weihnachtsfeiertage im Süden Deutschlands frühlingshaft warm. „Wir erwarten am ersten Weihnachtsfeiertag milde Temperaturen im zweistelligen Bereich“, sagte Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach an Heiligabend. Im Oberrheingraben klettern die Temperaturen auf bis zu 17 Grad, im übrigen Land auf sieben bis 13 Grad. In der Mitte zieht jedoch ein dichtes Wolkenband mit Regen durch. An der Küste und im nordischen Bergland kommt Sturm auf. Wolken könnten den seltenen Vollmond also verdecken.

Die für die Jahreszeit viel zu warmen Temperaturen halten sich auch am zweiten Weihnachtstag. Im Norden regnet es nach Angaben des Meteorologen länger, während es in der Mitte und im Süden heiter bis wolkig wird. Stürmische Böen erwartet Trippler an der Küste und in den Bergen.

Schnee ist weiter nicht in Sicht. Auf Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze in den bayerischen Alpen, liegen dem DWD zufolge 90 Zentimeter Schnee. Die Gefahr, dass er langsam taut, sei hoch. Die Temperaturen bewegten sich dort nur knapp unter dem Gefrierpunkt.