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Zuerst in Hamburg geehrt

Jubel bei der Körber-Stiftung in Hamburg: Mit Stefan Hell wird in diesem Jahr ein weiterer Forscher den Nobelpreis erhalten, der früher mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft ausgezeichnet worden war. „Das ist wirklich unglaublich“, sagte Matthias Mayer, Leiter des Bereichs Wissenschaft. „Hells Leistungen sind bahnbrechend und wir sind überzeugt davon, dass er den Preis verdient hat.“ Am Montag hatte das Nobelkomitee bekannt gegeben, dass die norwegischen Hirnforscher May-Britt und Edvard Moser den Medizin-Nobelpreis erhalten – vier Wochen zuvor hatten die beiden in Hamburg den Körber-Preis entgegengenommen.

Ebenfalls den Körber-Preis und später den Nobelpreis erhalten hatten der russische Physiker Andre Geim (für die Entdeckung des Materials Graphen) und der französische Virologe Luc Montagnier (Mitentdecker des Aids-Erregers HIV). Für Mayer zeigen die Auszeichnungen, „dass der Körber-Preis seinen inoffiziellen, aber gern zitierten Titel eines ,Hamburger Nobelpreises‘ offenkundig zu Recht tragen darf“.