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Die vier wichtigsten Arten

Skipjack, auch Echter Bonito genannt, ist der meistgefangene Thunfisch. Er macht die Hälfte des weltweiten Thunfischfangs aus. Der Skipjack wird höchstens einen Meter groß und bis zu 30 Kilo schwer; oft wiegt er aber nur drei bis vier Kilo. Die Bestände im Atlantik und Pazifik sind nicht überfischt, beim Indischen Ozean ist die Datenlage unsicher.

Gelbflossenthun stellt rund ein Viertel des weltweiten Fangs. Im Ostpazifik, vor den Küsten Ecuadors und Kolumbiens, schwimmen Schwärme häufig mit Delfingruppen. So kam es gerade bei dieser Art häufig zum Beifang von Delfinen. Inzwischen hat ein Schutzprogramm die Beifangrate auf fast null sinken lassen. Doch auf dem Fisch selbst lastet ein hoher Fischereidruck, einige Bestände werden bis an die Grenze zur Überfischung genutzt.

Weißer Thunfisch (Albacore) wird seltener gefangen, ist aber auf dem deutschen Markt vertreten. Das Fleisch lässt sich sehr gut braten und grillen. Da es schnell verarbeitet werden muss, landet es vorwiegend in Dosen. Weißer Thun ist gut einen Meter lang, ist meist 40 Kilo schwer.

Roter Thun ist der bekanntere Name des atlantischen Blauflossenthuns. Er verdankt den Namen seinem roten Fleisch. Der Fisch kommt ins Mittelmeer, um sich fortzupflanzen und ist dort durch jahrzehntelange Überfischung selten geworden. Er ist bei der Weltnaturschutzunion IUCN deshalb als stark gefährdet eingestuft. Heute wird er im Mittelmeer industriell in großen Käfigen gezüchtet. Doch dafür müssen erst Jungfische gefangen werden, da die Art sich nicht züchten lässt. Produziert wird fast ausschließlich für den Markt in Japan, wo der Fisch gern zu Sushi verarbeitet wird. Er ist der größte aller Thunfischarten; einzelne Exemplare können um die drei Meter messen und bis zu 600 Kilo wiegen.