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Abkommen schützt 35.000 Tier- und Pflanzenarten

Das Washingtoner Artenschutzabkommen ist eine Uno-Konvention. Der volle Titel lautet: "Abkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten frei lebender Tiere und Pflanzen" (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora, kurz Cites). Es wurde am 3. März 1973 verabschiedet und ist einer der ältesten Umweltverträge der Welt. Das Cites-Sekretariat sitzt in Genf.

Rund 5500 Tierarten und 29.500 Pflanzenspezies sind je nach Grad der Bedrohung in verschiedenen Anhängen erfasst.

Fast 1000 Arten stehen auf der Liste der meistgefährdeten Arten. Für sie besteht ein absolutes Handelsverbot. Dazu gehören Tiger, Nashörner, bestimmte Schildkröten- und Affenarten, einige Orchideen, Kakteen, Edelhölzer. Bei weit mehr Arten ist der Handel eingeschränkt erlaubt und wird überwacht (u. a. Störe, Seepferdchen, Mahagoni).

177 Länder haben das Abkommen unterzeichnet. Es verpflichtet sie, den Artenschutz sicherzustellen. Wer das nicht tut, kann bestraft werden. Die Vertragsstaaten treffen sich etwa alle zwei Jahre und aktualisieren die Listen der geschützten Tiere und Pflanzen. Deutschland ist seit 1976 dabei, China (großes Importland) seit 1981.