Menschlich gesehen

Der Uni-Planer

Götze, wie der Fußballer Mario Götze? "Nein", sagt Nikolaus Goetze und lacht. "Obwohl ich den sofort adoptieren würde, der ist echt sympathisch. Und Stadien mag ich auch sehr gerne." Mögen ist in diesem Zusammenhang vielleicht ein wenig untertrieben: Hat der Architekt doch bereits etliche der großen Sporttempel geplant und gebaut, so etwa für die Schwimmweltmeisterschaft in Shanghai. Jetzt zeigt Goetze, im Architektenbüro Von Gerkan, Marg und Partner verantwortlich für Büros an der Hamburger Elbchaussee, in Shanghai und Hanoi, seine Handschrift in Harburg. Dort eröffnet heute das neue Hauptgebäude der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH), dessen Um- und Ausbau der gebürtige Rheinländer architektonisch geplant und geleitet hat.

Altes zu bewahren und mit Neuem zu kombinieren ist auch privat seine Linie. Seine Altbauwohnung in Harvestehude habe "knarrendes Parkett und undichte Fenster - und das genieße ich", sagt der 53-Jährige. Ebenso wie das frühmorgendliche Schwimmen - wenn er nicht gerade geschäftlich in Asien ist. Von dort hat er nicht nur die Vorliebe für das Essen mit Stäbchen mitgebracht, sondern er schätzt auch den kulturellen Austausch zwischen den beiden Welten, in denen er lebt. Vieles von dem, was er sieht, fängt er in Bleistiftskizzen ein. Mario Götze war noch nicht dabei. Aber Nikolaus Goetze hat ja auch schon drei Kinder.

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