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Wo die Reichtümer schlummern

Es ist erst Wochen her, dass Taucher zwischen Schweden und Finnland einen spektakulären Fund machten: ein Schiffswrack, das den vermutlich ältesten Champagner der Welt enthielt. Historiker vermuten, dass es sich bei den 30 Flaschen (geschätzter Wert: 1,5 Millionen Euro) um ein Geschenk des französischen Königs Ludwig XVI. an den russischen Zaren im späten 18. Jahrhundert handelte.

Die Karte unten zeigt jene Seegebiete, in denen Fachleute noch eine größere Anzahl Wracks mit reichhaltigen Schätzen wähnen. Viele der gesunkenen Schiffe gehörten zur Flotte der Niederländischen Ostindien-Kompanie, so auch die "Amstelland", die 1751 mit Silbermünzen an Bord auf dem Weg von Holland nach Jakarta vor Sylt versank.

Für Schatztaucher besonders ergiebige Gebiete liegen vor der Ostküste Afrikas und in Südostasien. Bei Madagaskar zum Beispiel ging 1681 die "Solei d'Orient" unter. Das Schiff hatte Gold- und Silberartefakte geladen, die der König von Siam an Ludwig XIV. von Frankreich geschickt hatte.

Eines der ältesten Schatzschiffe dürfte in der Straße von Malakka auf Grund liegen. Dort sank vor 498 Jahren die "Flor de la Mar", das Flaggschiff der portugiesischen Flotte. Nach der Eroberung Malakkas durch den Gouverneur von Portugiesisch-Indien sank die "Flor de la Mar" mit den erbeuteten Schätzen auf der Rückfahrt nach Indien.

Mit zwei Milliarden US-Dollar Schätzwert zählt die Fracht der spanischen Galeere "San José" vor der Küste Kolumbiens zu den teuersten. Das mit Gold, Silber und Smaragden beladene Schiff sank im Juli 1703 bei dem Versuch, einem Angriff britischer Kriegsschiffe auszuweichen.