Schlaftabletten erhöhen das Risiko, vorzeitig zu sterben

London. Beunruhigendes Ergebnis einer US-Studie: Die Einnahme von Schlaftabletten erhöht offensichtlich deutlich das Risiko, vorzeitig zu sterben. Werden die Tabletten häufiger geschluckt, steige auch die Krebsgefahr, schreiben die Wissenschaftler im "British Medical Journal".

Die Forscher hatten zweieinhalb Jahre lang 34 000 Menschen (Durchschnittsalter 54 Jahre) beobachtet - 10 500 von ihnen nahmen sporadisch oder regelmäßig Schlafmittel ein, die übrigen 23 500 bekamen keine Tabletten. Die Gefahr, in dem Zeitraum zu sterben, stieg mit der Höhe der Dosis. Bei den Patienten, die im Jahr bis zu 18 Tabletten schluckten, lag die Todesrate um das 3,6-Fache höher als bei denen, die keine Schlafmittel nahmen. Bei denen, die zwischen 18 und 132-mal im Jahr zur Tablette griffen, war die Rate vierfach erhöht. Bedenklich sind u. a. Benzodiazepine und Medikamente der sogenannten Z-Klasse (Wirkstoffe Zolpidem und Zopiclon), die auch in Deutschland zugelassen sind.