Schlittenhunde

Die Leiden der Tiere beim härtesten Schlittenrennen der Welt

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Darf man Hunden die Tortur eines Schlittenrennens durch den eisigen Norden Alaskas zumuten? Das sogenannte Iditarod gilt als das älteste und härteste Hundeschlittenrennen der Welt. Zum vierten Mal hintereinander hat jetzt der Amerikaner Lance Mackey den Wettlauf gewonnen, vor dem in Kanada lebenden Österreicher Hans Gatt und dem in Alaska wohnenden Kalifornier Jeff King. Mackey (39) brauchte für die knapp 1800 Kilometer lange Strecke acht Tage, 23 Stunden und 59 Minuten.

Das Rennen verdankt seinen Namen einem historischen Pfad, der Goldgräberstätten und Hafenorte miteinander verband. Es findet in Erinnerung an eine Hundeschlitten-Expedition 1925 statt, bei der Impfstoff nach Nome gebracht wurde, um einen Diphtherie-Ausbruch zu stoppen.

Tierschützer protestieren regelmäßig gegen das Rennen, bei dem Hunde leiden und sterben. Mindestens 136 Hunde sind seit Beginn der Aufzeichnungen zu Tode gekommen. Die Tiere ziehen schwere Schlitten bei bis zu minus 34 Grad und Windgeschwindigkeiten von 90 bis 120 km/h, sogenannten Whiteouts. Oft sind ihre Pfoten blutig durch messerscharfe Eisstücke. Tierschützer berichten auch von Muskelzerrungen und Ermüdungsbrüchen. Im Januar 2005 veröffentlichte das "Journal of Veterinary Internal Medicine" eine Studie, die belegte, dass 61 Prozent der Schlittenhunde unter erhöhter Häufigkeit von Magenerosionen oder Geschwüren nach dem Rennen litten; kein Hund hatte die Symptome vor dem Rennen. Immer wieder brechen "Musher" (die Schlittenhundeführer) das Rennen ab, weil ihre Tiere erkranken.